US-Aktien 2015
Die US-Party geht weiter

Trotz Störfaktoren haben Analysten für das neue Jahr positive Erwartungen an die US-Wirtschaft. Von den guten Rahmenbedingungen dürften auch die US-Aktien profitieren. Doch eine geschickte Branchenauswahl ist wichtig.
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DüsseldorfDie Konjunktur in den USA lebt auf, der Ölpreis sinkt weiter, der Dollar wird noch stärker und die US-Notenbank Fed wird den Leitzins anheben. Das sind nach Ansicht vieler Analysten die wichtigsten Faktoren, die 2015 den US-Aktienmarkt beeinflussen werden – und das vor allem positiv. Glaubt man diesen Prognosen, können Anleger mit einem Investment in US-Aktien im kommenden Jahr eigentlich nicht viel falsch machen, allerdings kommt es auch hier auf die richtige Auswahl der Titel an.

Schon heute befindet sich die US-Wirtschaft stärker auf Erholungskurs als andere Volkswirtschaften. Dieser Trend dürfte 2015 anhalten und sich auch in den Unternehmensgewinnen widerspiegeln. Jens Wilhelm, Vorstand der Union Investment und zuständig für Portfoliomanagement und Immobilien, spricht bei dem Vergleich von Europa und den USA von einer „Welt der zwei Geschwindigkeiten“ und rechnet für die USA aufgrund des Binnenkonsums mit einem Wachstum von 2,7 Prozent. Bei den Aktien werde sich der Bullenmarkt fortsetzen.

Als Haupttreiber für die Erholung in den USA nennt das Blackrock Investment Institut ein stetiges Beschäftigungswachstum, eine moderate – wenn auch ungleichmäßige – Erholung auf dem Häusermarkt und steigende Investitionsausgaben. Auch die sinkenden Ölpreise dürften eine positiven Einfluss auf die US-Konjunktur haben und den Konsum, der bereits von einem relativ hohen Verbrauchervertrauen profitiert – weiter stützen.

Einen Schatten könnte die Geldpolitik der Fed auf diese heiteren Aussichten werfen. Dass die Notenbank etwa zur Jahresmitte den Leitzins erhöhen wird, halten viele Analysten für sicher.

Wilhelm prognostiziert in der Folge jedoch nur kurzfristige Kursturbulenzen und auch Johannes Müller, Chefökonom der Deutsche Asset & Wealth Management, rechnet mit wenig Gegenwind durch die Zinswende, „da die Fed den Markt genau beobachten und ihre Zinsstraffung entsprechend moderat umsetzen“ werde. Mögliche Kursrückschläge könnten aktive Anleger für sich nutzen.

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