Vermögensbarometer 2006
Sparkassen werben stärker für Riester-Renten

Trotz attraktiver Förderbedingungen für die Riester-Rente nutzen 70 Prozent der Förderberechtigten dieses Instrument noch nicht. Dieses alarmierende Ergebnis präsentierte der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) bei der Vorlage seines „Vermögensbarometers 2006“ in Berlin.

BERLIN. Allerdings zeigt die Tendenz nach oben. Rund 22 Prozent aller Sparer (nicht nur der Berechtigten) setzen auf Riester, was im Vergleich zu 2004 fast eine Verdoppelung ist. Die Riester–Rente ist eine Altersvorsorge auf freiwilliger Basis, die der Staat durch Zulagen und steuerliche Vergünstigungen fördert. Die Sparkassen-Organisation will angesichts der nach wie vor bestehenden Lücke Konsequenzen ziehen und Riester-Renten künftig stärker bewerben, kündigte DSGV-Präsident Heinrich Haasis an.

Trotz der wirtschaftlich durchwachsenen Situation haben die Deutschen im vergangenen Jahr mehr gespart. Die Sparquote, also der Anteil am verfügbaren Einkommen, der zurückgelegt wird, stieg von 10,4 Prozent auf 10,6 Prozent. 37 Prozent der Befragten gaben an, monatlich zwischen 50 Euro und 500 Euro zurückzulegen. Aus Sicht der Sparkassen ist es erfreulich, dass der Anteil derjenigen, die keinerlei Sparleistung erbringen, zurückgegangen ist. Der Anteil sank um knapp drei Prozentpunkte auf 35,5 Prozent.

Dennoch ist damit jeder Dritte nicht in der Lage, Geld zurückzulegen. Nach Einschätzung des DSGV müssten zehn Prozent des Nettoeinkommens für die Altersvorsorge zurückgelegt werden. Bei der Altersvorsorge schwören die Bundesbürger nach wie vor auf Lebensversicherungen, Bausparvertrag und Sparbuch. Zwei von drei Bundesbürgern verfügen demnach über eine Lebensversicherung. An zweiter Stelle folgt der Bausparvertrag (57 Prozent) und an dritter Stelle das Sparbuch (53 Prozent). Allerdings nimmt das Produkt Lebensversicherung auf Grund der veränderten steuerlichen Rahmenbedingungen in der Gunst der Kunden ab. Planten 2005 noch 40 Prozent der Befragten den Abschluss einer Lebensversicherung, so sank das Interesse im laufenden Jahr auf einen Anteil von 32 Prozent. Wieder Oberwasser gewinnen Anlagen in Aktien. Zwar blieb der Anteil der Sparer, die Dividendenpapiere in ihrem Depot haben, im laufenden Jahr mit 24 Prozent konstant. Doch während 2005 nur sieben Prozent der Sparer Aktienkäufe planten, sind es aktuell neun Prozent.

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