World Wealth Report
Mehr Reiche trotz defensiver Anlagestrategie

Obwohl sie bei der Geldanlage verstärkt auf den Erhalt ihres Kapitals setzen, hat das Vermögen der reichsten Personen der Welt ein Rekordniveau erreicht. Bei der Art der Investitionen gibt es aber regionale Unterschiede.
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DüsseldorfDie Zahl der reichen Menschen steigt und sie verfügen insgesamt über ein immer größeres Vermögen. Allein in Deutschland gab es im vergangenen Jahr 1,01 Millionen Menschen, die mehr als eine Million Dollar - derzeit rund 747.000 Euro - Anlagevermögen besaßen. Das waren 6,7 Prozent mehr als noch 2011. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Dienstag veröffentlichte Studie der Unternehmensberatung Capgemini und der Royal Bank of Canada (RBC).

Nicht eingerechnet in das Vermögen der sogenannten „High Net Worth Individuals“ (HNWI) – also Personen mit hohem Reinvermögen – werden selbst genutzte Immobilien und Sammlungen wertvoller Objekte und Verbrauchsgegenstände. In Deutschland ist das Vermögen der HNWI im Vergleich zu 2011 um 7,7 Prozent auf 3,4 Billionen Dollar gestiegen. Weltweit wurde ein Anstieg um zehn Prozent auf ein Rekordhoch von 46,2 Billionen Dollar verzeichnet.

Im Vergleich zum Vorjahr gab es 2012 eine Million mehr HNWI, insgesamt sind es nun mehr als zwölf Millionen. Die meisten von ihnen leben in den USA (3.436.000), gefolgt von Japan (1.902.000) und Deutschland (1.015.000). In diesen drei Ländern lebt damit mehr als die Hälfte der reichen Personen. Besonders groß fiel der Anstieg der Reichen mit einem Plus von 15,1 Prozent in Australien aus, gefolgt von China mit plus 14,3 Prozent und den USA mit plus zwölf Prozent.
Trotz der globalen Entspannung an den Aktien- und Immobilienmärkten blieben die Reichen vorsichtig. Einer Umfrage unter 4.400 Personen zufolge legten ein Drittel der HNWI den größten Wert auf die Erhaltung ihres Vermögens. Nur für 26 Prozent stand das Wachstum des Vermögens im Fokus.

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  • Viele Deutsche sind bedeutend reicher, als sie glauben. Gehen wir ganz einfach mal von einer Rentenanwaltschaft von 1500 EUR/Monat aus und hoffen, dass die Zinserträge gerade Abgeltungssteuer und Inflation decken:

    - Aus 1500 EUR netto werden mit der Krankenversicherung usw. plus der dabei ersparten Einkommenssteuer brutto mindestens 2000 EUR.

    - 2000 EUR/Monat bedeutet 24.000 EUR/a.

    - Ein Neurentner hat noch eine statistische Lebenserwartung von 25 Jahren. Wollte er das aus eigenem Vermögen finanzieren, müsste er 480.000 EUR Rücklagen bilden.

    - Bei 40 Arbeitsjahren bedeutet das, durchschnittlich 12.000 EUR Rücklagen im Jahr zu bilden. Folglich muss sich ein Selbständiger genug gute Zeiten erarbeiten, in denen er 2.000 EUR/Monat Rücklagen bilden kann. Bleibt er ernsthaft darunter, ist er ein typischer Kandidat für selbst verschuldete Altersarmut.

    ...und jetzt soll ein durchschnittlicher Angestellter nochmal über 800 EUR/Monat Rentenversicherungsbeitrag klagen...

  • Mit geistiger Leistung hat es bei den meisten weniger zu tun, eher mit krimineller Energie. Carlos Slim war bereits Erbe eines kleineren Vermögens, das sein Vater unter Ausnutzung der Revolutionswirren erwirtschaftet hatte. Mit diesem knüpfte er seine Kontakte in die Politik, was ihm letztendlich ermöglichte, die staatliche Telmex für 1,8 Mrd statt 10-12 Mrd tatsächlichem Wert zu erwerben.
    Bill Gates ist reich geworden indem er Apple die Ideen (Maus, Betriebssystem) klaute und eng mit den amerikanischen Sicherheitsdiensten zusammenarbeitet. Darüber hinaus gründet er öffentlichkeitswirksam Stiftungen wie z.B. gegen Malaria und unterstützt auf der anderen Seite, weniger öffentlich versteht sich, Monsanto, die an der Verbreitung von Malaria und dem Dengi-Fieber massiv mitschuldig sind.
    Warren Buffet mag aus dieser Gruppe ein wenig herausstechen - auch er hat es aber nur geschafft weil er stets Geld bekam das er für sich arbeiten lassen konnte. Nach den ersten Erfolgen, die er sich sicherlich noch erarbeiten musste, wurde er zum Selbstläufer - denn welcher Fondsmanager beachtet nicht Buffets Transaktionen?

  • Sehr gut. Seine Gehirnzellen anzustrengen, und sein Geld für sich arbeiten zu lassen, lohnt eben doch !

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