Zweite Tranche fest eingeplant
Stada legt Preis für junge Aktien fest

Der Arzneimittelhersteller Stada rechnet aus der ersten Tranche seiner angekündigten Kapitalerhöhung mit Einnahmen von rund 187 Millionen Euro. Analysten gehen davon aus, dass die jungen Aktien keine Ladenhüter sein werden.

HB FRANKFURT. Den Bezugspreis legte Stada am Freitag mit 37,50 € pro Aktie fest. Auf jeweils vier alte Stada-Aktien könnte eine neue Stada-Aktie zu diesem Preis erworben werden, teilte das im MDax gelistete Unternehmen weiter mit. Die Bezugsfrist werde voraussichtlich am 30. September 2003 beginnen und am 13. Oktober enden. Das Unternehmen werde etwa fünf Millionen Aktien ausgeben. Zum 30. Dezember 2002 hatte Stada rund 20 Millionen ausgegebene Aktien im Umlauf. Am Freitagnachmittag lag die Stada-Aktie 1,5 % im Minus bei 46,20 €.

Stada bekräftigte, eine zweite Tranche zu planen, die nach Ablauf der Frist festgelegt werden solle. Stada will mit der Ausgabe neuer Aktien sein Kapital insgesamt um voraussichtlich 250 bis 350 Mill. € erhöhen und damit unter anderem organisches Wachstum und mögliche Übernahmen finanzieren.

Der Anbieter preiswerter Nachahmerprodukte - so genannter Generika - hatte Anfang der Woche angekündigt, eine Kapitalerhöhung noch dieses Jahr abschließen zu wollen. Analysten hatten mit einer Kapitalerhöhung erst Mitte kommenden Jahres gerechnet und schlossen mit der vorgezogenen Erhöhung eine bevorstehende Übernahme nun nicht aus. Die Stada-Aktie hatte daraufhin erheblich an Wert verloren.

Analysten zufolge lag der Preis im Rahmen der Erwartungen. „Stada wird wohl keine Probleme haben, die Aktien an den Mann zu bringen“, sagte Karl-Heinz Scheunemann, Analyst beim Bankhaus Metzler. Pharmaanalyst Alexander Groschke von der Landesbank Rheinland Pfalz kommentierte, er sehe die Kapitalerhöhung insgesamt positiv, zumal sich Stada nicht in einer Notsituation befinde.

Konzernchef Hartmut Retzlaff hatte Ende Juni im Gespräch mit Reuters erklärt, Stada wolle für den Erwerb kleiner Firmen und weiterer Marken 300 Mill. Dollar ausgeben - größtenteils in den USA und Osteuropa. Retzlaff hatte dabei eine Kapitalerhöhung nicht ausgeschlossen.

Das hessische Unternehmen hatte im vergangenen Jahr 633,5 Mill. € umgesetzt und einen Vorsteuergewinn von 61 Mill. € erzielt. Zum 30. Juni wies Stada Finanzschulden von 297 Mill. € aus, insgesamt betrugen die Verbindlichkeiten 431 Mill. €. In diesem Jahr will Stada bei Umsatz und Gewinn prozentual zweistellig wachsen.

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