Anlagezertifikate
Discounter als Festgeldersatz

Vermögensverwalter setzen auf Discountzertifikate. Mit diesen Käufen zeigen sie, dass sie auf stagnierende bis leicht fallende Märkte setzen. Dax und Euro Stoxx sind gefragte Basiswerte.

Discountzertifikate auf den Dax und den Euro Stoxx 50 standen zum Monatswechsel auf der Einkaufsliste einiger Finanzexperten. Das zeigt die Übersicht der Top-Transaktionen von Vermögensverwaltern, ermittelt von der unabhängigen Ratingagentur First Five (siehe Tabelle).

Damit nutzen die Vermögensverwalter wie schon in den Vorwochen die hohe Volatilität an den Aktienmärkten. Denn Bestandteil von Discountern ist die Optionsprämie durch den Verkauf einer Kaufoption. Die Prämie ermöglicht den Discount, den preiswerteren Einstieg. Und je höher die Volatilität, desto höher diese Prämie.

Quasi Feldgeldersatz sind die Derivate der Dresdner Bank auf den Euro Stoxx 50 und der BNP Paribas auf den Dax. Beide Produkte bieten mit einer Laufzeit von weniger als einem Jahr eine Rendite von 5,3 bzw. 5,7 Prozent. Im Gegenzug kann der deutsche Leitindex beispielsweise auf 4 000 Punkte fallen, ohne dass die Rendite gefährdet ist.

Ein höheres Risiko ist ein weiterer Finanzexperte mit dem Kauf eines anderen Discountzertifikates auf den Dax eingegangen. Er wählte einen Cap in Höhe von 6 400 Punkten. Noch Mitte März notierte der Dax mit 6 182 Zählern deutlich unterhalb des Caps. Im Gegenzug kann der Vermögensverwalter auch eine maximale Rendite in Höhe von über zehn Prozent erzielen.

Nicht nur die Vermögensverwalter von Rhein Asset Management mit dem Musterdepot (siehe Wiedervorlage), auch andere Finanzentscheider sehen Chancen für US-Aktien. So steht auf der Top-Kaufliste das Croci-Zertifikat US-Werte. Basiswert ist ein Index der Deutschen Bank, der bei monatlicher Aktualisierung jeweils die attraktivsten US-Aktien beinhalten soll. Mit Hilfe von quantitativen Methoden werden die werthaltigsten Aktien anhand eines „ökonomischen“ Kurs-Gewinn-Verhältnisses ermittelt.

In den ersten drei Jahren nach der Emission hat das Modell funktioniert. Aber in den vergangenen zwölf Monaten lieferte das Modell eine deutlich schlechtere Performance als S&P 500, Nasdaq 100 und Dow Jones. Getrennt hat sich ein Vermögensverwalter von einem Bonuszertifikat auf denNikkei 225. Der Experte nutzte den Anstieg des Index, um das Derivat bei über 135 Euro zu verkaufen.

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