Chartanalyse
Trendwende in Japan?

In der Vergangenheit waren steigende Kurse beim japanischen Nikkei 225 nach dem Allzeittief im März 2009 nur ein Strohfeuer, das schnell in sich zusammenbrach. Doch nun sieht der Chart „sehr konstruktiv“ aus.
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DüsseldorfIm Land der aufgehenden Sonne herrscht Börseneuphorie. Nach dem Sieg der Regierungskoalition bei der Oberhauswahl in Japan vom vergangenen Sonntag hoffen Anleger, dass Regierungschef Shinzo Abe nun seine angestrebten Reformen wie angekündigt umsetzen kann. Er kündigte noch in der Wahlnacht an, er wolle die Wirtschaft in Schwung bringen und die Spirale aus fallenden Preisen und sinkenden Investitionen brechen.

In der Vergangenheit waren steigende Kurse beim Nikkei meistens nur ein Strohfeuer, das schnell in sich zusammenbrach. Doch aus Sicht der Charttechnik sieht der japanische Leitindex Nikkei 225 zumindest sehr konstruktiv aus. „Geht der Nikkei am Ende dieses Monats mit mindestens 14.260 Punkten aus dem Handel, ist der Trendwechsel gelungen“, meint Chartanalyst Christian Henke, der den Index genauer unter die Lupe genommen hat. Derzeit notiert der Nikkei-Index bei rund 14.730 Zählern.

Henkes Ziel für den Nikkei wäre dann die waagerechte Trendlinie bei 18.300 Punkten, die ihren Ursprung im Jahr 1992 hat. (siehe Grafik). Nach unten sichern die Widerstandslinie bei 11.800 Punkten sowie der steigende 200-Tage-Durchschnitt bei 11.610 Punkten ab. Sollte der Index unter diese Marken fallen, wäre das positive Szenario hinfällig.

Die einfachste Methode auf einen steigenden Nikkei zu setzen, sind Indexzertifikate, die Anstiege und Verluste eins zu eins nachvollziehen. Anleger sollten darauf achten, währungsgesicherte Produkte zu kaufen. Denn ein Großteil der Börsenhausse in Japan beruht darauf, den Export der eigenen Waren über einen preiswerteren Yen gegenüber anderen Währungen zu steigern. Und falls der Euro gegenüber dem Yen weiter steigen sollte, müssen Anleger bei nicht währungsgesicherten Produkten Abstriche bei der Rendite machen. Dies gilt natürlich auch für japanische Aktien.

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