Derivate
Euwax-Handel fällt im Dezember auf Jahrestief

Im Vergleich zum Vormonat ist der Derivate-Handel an der Stuttgarter Börse Euwax um rund 22 Prozent eingebrochen. Für das geringe Interesse der Trader seien die geringen Kursschwankungen verantwortlich, so die Händler.
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FrankfurtMangels einer Jahresendrally ist der Umsatz mit verbrieften Derivaten an der Stuttgarter Börse Euwax im Dezember deutlich zurückgegangen. Gegenüber November nahm er um 22 Prozent auf rund 3,13 Milliarden Euro ab, wie Zahlen der Börse Stuttgart am Dienstag zeigten. Damit war der Dezember der mit großem Abstand umsatzschwächste Monat des Jahres 2012 beim Handel mit Zertifikaten und Hebelprodukten.

Zwar handeln Anleger im Dezember in der Regel immer weniger als in anderen Monaten - wegen der Feiertage und weil sie ihre Bücher zum Jahresende hin schließen. Aber auch im Vergleich zum Dezember 2010 fiel der Umsatz um 16 Prozent geringer aus.

Händler führen das maue Geschäft auf die geringen Kursschwankungen zurück. Diese machten den Handel vor allem für kurzfristig ausgerichtete Trader unattraktiv. Zudem hätten viele Vermögensverwalter und andere langfristig ausgerichtete Anleger ihre Bücher bereits im Herbst geschlossen, weil ihnen klare Trends am Aktienmarkt fehlten.

Das Geschäft mit Zertifikaten war deswegen bereits im November und Oktober deutlich geringer ausgefallen als in den vorausgegangenen Monaten. Im Dezember brach schließlich auch der Handel mit Hebelprodukten ein.

Im gesamten Jahr 2011 kauften und verkauften Anleger an der Euwax Zertifikate und Hebelprodukte im Volumen von 56,78 Milliarden Euro. Das waren 14 Prozent mehr als 2010 und sechs Prozent mehr als 2009. Händlern zufolge waren für das stärkere Geschäft vor allem die Kurskapriolen angesichts der Schuldenkrise in Europa und der Finanznot der USA ausschlaggebend.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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