Derivatemarkt
Silber und Öl sind gefragt

Weiterhin Kursturbulenzen bei den Rohstoffen: Nach der Investorenflucht bei vielen Papieren konzentrieren sich die Anleger im Moment auf Silber und Öl. Die meisten Titel wurden kurzfristig ge- und verkauft.
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Frankfurt Die Kursturbulenzen bei den Rohstoffen haben am Freitag erneut das Geschäft am deutschen Derivatemarkt geprägt. "Viele Anleger, die gestern auf eine Erholung des Silber-Preises gesetzt hatten, haben sich heute morgen erst einmal eine blutige Nase geholt", sagte ein Börsianer. Inzwischen stiegen einige aber auch schon wieder ein, weil sie davon ausgingen, dass die Talsohle endlich erreicht sei. Silber verbilligte sich binnen etwa einer Woche um rund 30 Prozent auf 35,57 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm).

Die US-Terminbörse Comex hatte die Spekulation mit Silber-Futures drastisch verteuert. Am deutschen Derivatemarkt gehörte ein Call der Commerzbank auf das Edelmetall mit einem Basispreis von 20,816 Dollar zu den am stärksten gehandelten Papieren. Weit oben in den Listen erschien außerdem ein Silber-Put der Deutschen Bank mit einem Basispreis von 38 Dollar.

Daneben engagierten sich Investoren auch in Erdöl. So war ein Brent-Call der BNP mit einem Basispreis von 104,41 Dollar sehr gefragt. Die Nordsee-Sorte verbilligte sich in den vergangenen Tagen zeitweise um 20 Dollar und kostete am Freitagnachmittag 110,84 Dollar je Barrel (159 Liter).

Bei den Rohstoff-Papieren seien derzeit nur sehr kurzfristig orientierte Anleger aktiv, betonte Derivate-Händler Norbert Paul von der Euwax. Das Gros der Titel werde innerhalb eines Handelstages ge- und wieder verkauft.

Im Blickpunkt stand außerdem der Stahlkocher ThyssenKrupp, der sich von seiner schwächelnden Edelstahl-Sparte trennen will. Hier seien vor allem Call-Verkäufe zu beobachten, sagte Händler Paul. Offenbar nähmen Investoren Gewinne mit. Besonders stark gehandelt wurde ein Titel der DZ Bank mit einem Basispreis von 32 Euro. Dem Dax trauten Anleger nicht zu, die Marke von 7500 Punkten nachhaltig zu überspringen, fügte der Euwax-Händler hinzu. "Aktuell werden eher Calls verkauft und Puts gekauft.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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