Individualisierung des Derivategeschäfts
Zertifikate zum Selberbauen

Mit einem innovativen Ansatz sorgt die UBS am Derivatemarkt für Bewegung. Als erster Emittent bietet die Bank ab Mitte November einem breiteren Anlegerkreis die Möglichkeit, sich über ein computerbasiertes System maßgeschneiderte Zertifikate auflegen zu lassen. Experten sehen darin den Startschuss für eine Individualisierung des Derivategeschäfts.

FRANKFURT. Individuell zugeschnittene Zertifikate gibt es bisher schon im Private-Banking-Geschäft. In der Regel bieten die Banken diesen Service ab einem Anlagevolumen von 250 000 Euro an. Mit dem System der UBS können Banken und Vermögensverwalter diesen Service künftig schon ab einem Mindestbetrag von 50 000 Euro nutzen. Zudem können sie diese Summe in Tranchen von mindestens 10 000 Euro stückeln, so dass mehr Kunden Zugang zu den Produkten bekommen.

Hintergrund des Vorstoßes der UBS ist das ausufernde Produktangebot am Derivatemarkt. An deutschen Börsen sind inzwischen weit über 100 000 Anlagezertifikate gelistet. Bei Standardprodukten wie Discount- oder Bonuszertifikaten müssen Investoren aus Zehntausenden Papieren wählen. „Für Anlageberater und deren Kunden wird es immer schwieriger, das passende Produkt zu identifizieren“, sagt Petra Becher, Derivate-Expertin der UBS.

Das System der Schweizer Bank setzt daher genau bei den Standardprodukten an. In wenigen Schritten kann sich der Anleger ein Discount- oder Bonus-Zertifikat auf zwölf Indizes und knapp 100 Einzelaktien zusammenstellen lassen, das seiner Marktmeinung und Risikoneigung entspricht. Mit ein paar Klick lassen sich Renditeziel, Laufzeit und die verschiedenen Kursschwellen bestimmen und einem Basiswerten zuordnen. Anhand der Informationen errechnet das UBS-Handelssystem innerhalb weniger Sekunden einen Preis, und der Kauf kann abgeschlossen werden.

Unüblich an dem Angebot der UBS ist neben der individuellen Ansprache auch der offene Umgang mit den Kosten. So ist das Internet-Tool mit einer Funktion versehen, in welcher der Berater dem Kunden gegenüber seine Vertriebsprovision ausweisen kann. „Verglichen mit dem Marktstandard ist das ein deutliches Plus an Transparenz“, sagt UBS-Expertin Becher.

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