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Keine Wahlparty garantiert

Der US-Wahlkampf ist in vollem Gange und die Wähler scheinen unberechenbar. Eignet sich die Wahlstory um Amerikas nächsten Präsidenten als Anlagestrategie? Die Vergangenheit zeigt: Wahljahre sind schlechte Indikatoren.

Die Zeit bis zur endgültigen Wahl des neuen US-Präsidenten am 4. November dürfte immer wieder von neuen Nachrichten um Kandidaten und Umfrageergebnisse geprägt sein. Anleger können die Wahlstory als Thema aufgreifen und in passende Zertifikate der Deutschen Bank investieren. So enthält das US-Demokraten-Zertifikat die Aktien von Unternehmen, die im Fall eines Sieges des demokratischen Lagers profitieren könnten. Diese stammen teilweise aus innovationsfreudigen Bereichen und besetzen unter anderem die neuen Themen Solarenergie und Bildung. Das US-Republikaner-Zertifikat legt als Gegenstück den Schwerpunkt auf die traditionellen Branchen wie Pharma und Versorgung, aber auch auf den Rüstungssektor, deren Auftragsbücher sich beiweiterenMilitäreinsätzen füllen dürften.

Der Zusammenstellung der Aktienkörbe liegt ein zweistufiger Auswahlprozess zugrunde. Zunächst wurden die Wahlkampfprogramme der Kandidaten durchleuchtet und deren Themenidentifiziert. Zertifikateexperte Nicolai Tietze von der Deutschen Bank gibt an, dass die meisten im Republikaner-Zertifikat enthaltenen Unternehmen mehr als 80 Prozent ihrer Wahlspenden an die Republikaner gezahlt haben. Ferner bevorzugt die Partei des amtierenden Präsidenten George Bush vor allem die klassischen Branchen, zum Beispiel die Energiebranche. Dazu bietet der Bereich der Regenerativen Energien einen natürlichen Gegenpol und wurde im Demokraten- Zertifikat abgebildet. Anschließend wurden passende Unternehmen gesucht. „Wir haben uns an der Handelbarkeit und der Bekanntheit der Aktien orientiert. Weitere Kennzahlen wie das KGV wurden nicht herangezogen“, beschreibt Tietze den zweiten Teil des Auswahlprozesses. Seit der Emission im November reagiert das US-Demokraten-Zertifikat stärker auf die Marktentwicklung als das Republikaner-Papier, das die Crash-Woche im Januar mit geringeren Kursabschlägen überstand. Zum Aktienmarktrisiko kommt das Wechselkursrisiko. Denn die Zertifikate sind nicht währungsgesichert und alle enthaltenen Aktien notieren in US-Dollar. Die kurze Restlaufzeit bis Juni nächsten Jahres schränkt die Möglichkeit, Gewinne auszubauen oder zwischenzeitliche Verluste aufzuholen, ein.

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