Investmentidee
Wachstum hält Vivacon-Kurs stabil

Der Konzerngewinn von Vivacon stieg 2006 um etwas mehr als das Doppelte. Doch den Kurseinbruch nach dem abgesagten Börsengang einer Tochter vor einem Jahr konnte der Wohnungshändler nicht verhindern. Derzeit schneidet der Kölner Wohnungshändler an der Börse aber besser ab als andere Immobilienwerte. Die tägliche Investmentidee auf Handelsblatt.com.

Wachsen, wachsen, wachsen – dass Vivacon dies kann, zeigen die Zahlen. 2006 kaufte das Unternehmen 12 800 Wohnungen und veräußerte knapp 13 000 Wohnungen. Ein Jahr zuvor hatte es knapp 8 500 Wohnungen verkauft. Der Konzerngewinn des SDax-Unternehmens stieg 2006 um etwas mehr als das Doppelte auf 45,9 Mill. Euro. Doch den Kurseinbruch nach dem abgesagten Börsengang einer Tochter vor einem Jahr konnte der Wohnungshändler nicht verhindern. Wegen des Kursdesasters büßte Vivacon auch die MDax-Notierung ein. Immerhin halten sich die Kölner gegenwärtig an der Börse besser als viele andere Immobilienwerte.

„Wir sind der profitabelste Spieler im deutschen Wohnimmobilienmarkt“, sagt Finanzvorstand Michael Jung – doch soweit, dass dies mit Kursgewinnen belohnt würde, geht die Liebe der Börsianer zu den Kölnern nicht. Die jüngste Immobilienaktien-Studie der HSH Nordbank nennt als Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) in diesem Jahr für Vivacon 9,8. Zum Vergleich: Das KGV der ebenfalls mit Wohnungen handelnden Patrizia Immobilien AG beziffern die Analysten auf 20,4, das des Wohnungsbestandhalters Gagfah auf 16,8. Folgerichtig zieht Analyst Stefan Goronczy für Vivacon das Fazit: „günstig bewertet“. Freilich: Während der Vivacon-Kurs in diesem Jahr seitwärts tendierte, erlebten die Aktionäre von Gagfah und Patrizia deutliche Kurseinbrüche.

Vivacon versucht dennoch, weiter durch Wachstum zu überzeugen – der Gewinn soll auf 58 Mill. Euro steigen – und durch eine kleine Strategiekorrektur: Hinsichtlich der Wohnungskäufe in diesem Jahr sagt Jung, der am 1. August Vorstandsprecher wird: „Wir würden uns nicht wundern, wenn wir die 20 000er Marke erreichen würden.“ Doch zum Verkauf sind nur 16 000 Einheiten vorgesehen. „Wir generieren inzwischen soviel Kapital, dass wir es nicht komplett für unsere Handelsbestände brauchen“, beschreibt Jung, was sich ändern wird. Vivacon will ein wenig Eigenbestand aufbauen – etwa indem die Gesellschaft Ko-Investor bleibt, wenn Objekte verkauft werden. Üblicherweise betreut sie verkaufte Wohnungen weiter.

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