Kauf von Calls
Anleger setzen auf Ende der Talfahrt im Dax

Anleger von Derivaten haben Calls auf den Dax mit Knock-Out-Barrieren gekauft, die sich im Bereich von 5000 Punkten bewegen. Sie spekulieren auf ein Ende der Talfahrt.
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FrankfurtDerivate-Anleger haben am Freitag auf ein Ende der Dax-Talfahrt spekuliert. Sie kauften Calls auf den deutschen Leitindex, deren Knock-Out-Barrieren sich im Bereich der psychologisch wichtigen Marke von 5000 Punkten befinden. Dazu zählte ein Turbo-Call der Royal Bank of Scotland mit Basispreis bei 4891 Zählern und Knock-Out bei 4970 Punkten.

„Allerdings ist diese Strategie ein Spiel mit dem Feuer“, sagte Marktbeobachter Holger Scholze von der Euwax. Die Anleger hätten bereits in den vergangenen Tagen mehrfach auf der Nase gelegen, weil die Börsen im Handelsverlauf immer weiter abgerutscht waren. „Deshalb waren heute nur die Investoren glücklich, die schon am Donnerstagnachmittag Calls gekauft hatten und sie am Freitagmorgen wieder verkauften.“ Im Grunde sei das aber nur ein Schmerzensgeld für die Verluste gewesen, die zuvor angehäuft worden seien. Der Leitindex hat seit Wochenbeginn bisher ein Minus von zehn Prozent eingefahren.

Der Dax war am Freitag nach seinen massiven Vortagesverlusten etwas fester in den Handel gestartet, sackte dann aber doch bis zu 3,5 Prozent auf 4984 Zähler ab. Am frühen Nachmittag notierte er noch 2,9 Prozent im Minus bei 5017 Stellen.

Neben zahlreichen Dax-Scheinen stach noch ein Turbo-Put der Deutschen Bank auf die Aurubis -Aktie mit Basispreis bei 50,06 Euro und Knock-Out bei 47,55 Euro hervor. Derivatehändler vermuteten, dass dahinter eine Anlegerempfehlung steckte. Die Anteilsscheine des Kupferkonzerns rutschten um 8,1 Prozent auf 35,41 Euro ab und gehörten damit zu den größten Verlierern im MDax .

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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