Lanxess
Spekulieren auf die Kurswende

Für die Aktie des Spezialchemikers Lanxess ging es zuletzt bergab, doch der Tiefstkurs könnte bald erreicht sein. Mit welchen Produkten Anleger von einer bevorstehenden Wende des Kurses profitieren können.
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DüsseldorfDer jahrelange Outperformer im Dax hat eine Schwächephase: In den vergangenen achteinhalb Jahren stieg der deutsche Leitindex um rund 200 Prozent, die Lanxess-Aktie konnte hingegen um 300 Prozent zulegen. Doch seit Jahresanfang verlor der Titel des Spezialchemikers rund 30 Prozent an Wert, während der Dax um mehr als fünf Prozent zulegen konnte.

Nach dem Kursrutsch ist Lanxess nun eine heiße Turn-Around-Spekulation. Das Leverkusener Chemieunternehmen Lanxess, das derzeit seinen Hauptsitz nach Köln verlegt, macht rund 40 Prozent seines Umsatzes mit der Autoindustrie.  Wichtigstes Produkt ist synthetischer Kautschuk, vor allem für Reifen, Dichtungen oder Schläuche. Schon das erste Quartal war eine Enttäuschung, das zweite dürfte kaum besser gelaufen sein. Wegen der Krise in der Autoindustrie und anhaltenden Preisdrucks bei synthetischem Kautschuk wird erwartet, dass im Gesamtjahr nach 504 Millionen Gesamtgewinn (2012) nicht einmal die Hälfte bleibt. 

Dennoch dürfte in den nächsten Monaten nach Meinung der Wirtschaftswoche-Börsenredaktion die Aktie ihre Tiefstkurse ausloten. Auf seinen anderen Geschäftsfeldern (Vorprodukte für Agrarchemie oder Pharma) kommt Lanxess gut voran. Um Kosten zu senken, werden Anlagen stillgelegt. Spätestens 2014 sollten dann die Lagerbestände der Kunden  aus der Reifen- und Autoindustrie geräumt sein und die Bestellungen bei Lanxess wieder anziehen. So hat die Commerzbank Anfang Juli zwar das Kursziel für das Papier von 65 auf 55 Euro gesenkt, aber weiterhin zum Kauf empfohlen. Die langfristigen Wachstumstreiber für den Hersteller von synthetisiertem Kautschuk seien intakt und die Aktie nach dem jüngsten Kursrutsch laut Ansicht des Analysten ein Kauf.

Falls es aber länger dauern sollte, bevor die Aktie wieder alte Höhen ansteuert, bieten Bonuszertifikate auf den Chemiewert gegenüber einem Direktinvestment Vorteile. Mit diesen Derivaten lassen sich sogenannte Seitwärtsrenditen erzielen, solange die Aktie nicht eine vorher festgelegte Sicherheitsschwelle berührt oder unterschreitet. Falls das geschieht, notiert das Zertifikat aber auch auf dem Kurs der Aktie – minus der anteiligen Dividendenzahlung. Denn die Dividende behält die Bank ein, um die Bonusstruktur zu finanzieren.

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