Renditestarke Aktien
Diese Exoten brauchen keine Dax-Rally

Die Aktienmarktrally hat die Indizes in schwindelerregende Höhen gehievt. Kurzfristige Profite mit Dax-Einzelwerten sind deswegen kaum noch möglich. Sogenannte Stay-Low-Optionsscheine könnten hier Abhilfe schaffen.
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DüsseldorfAuf die Euphorie folgte die Ernüchterung – so lässt sich die diesjährige Entwicklung an den Aktienmärkten in Europa und Amerika treffend beschreiben. Und es ist völlig normal, dass sich Indizes wie der Dax oder der S&P-500 nun eine Verschnaufpause gönnen. Denn nach der dynamischen Rally im ersten Quartal 2015 sind viele Aktien keine Schnäppchen mehr. Des Weiteren gibt es nach wie vor einige Risikofaktoren wie zum Beispiel das ungelöste Schuldenproblem in Griechenland und eine zu erwartende Abschwächung des Wirtschaftswachstums in China.

Vor diesem Hintergrund ist es riskant, mit Hebelprodukten auf eine Fortsetzung der Rally der Aktienmärkte in Europa und den USA zu setzen. Eine starke Abwärtsbewegung ist allerdings aufgrund der reichlich vorhandenen Liquidität auch nicht zu erwarten. Eine interessante Alternative zu klassischen Optionsscheinen und Knock-Out-Zertifikaten sind die Stay-Low-Optionsscheine vom französischen Bankhaus Société Générale.

Diese exotischen Finanzprodukte überzeugen mit einem einfachen Funktionsmechanismus: Notiert der jeweilige Basiswert während der Laufzeit stets unter einem von der Emittentin festgelegten Knock-Out-Level, erhalten die Anleger am Ende der Laufzeit eine Gutschrift von zehn Euro pro Optionsschein. Wird der Schein jedoch „ausgeknockt“, müssen dessen Besitzer einen Totalverlust ihres eingesetzten Kapitals hinnehmen. Daher ist eine sorgfältige Auswahl bei Stay-Low-Optionsscheinen von großer Bedeutung.

Generell ist das Verlustrisiko bei teuren Scheinen, die zwischen acht und neun Euro kosten, meistens geringer als bei den günstigen Scheinen, die allerdings mit hohen Renditen glänzen. Des Weiteren sollten Anleger bevorzugt Scheine mit kurzen Laufzeiten ordern und diese bereits vor dem Laufzeitende verkaufen, wenn sich deren Kurse der 10-Euro-Marke annähern.

In Stay-Low-Optionsscheine sollten nur kleine Beträge investiert werden. Außerdem ist es sinnvoll nach dem Kauf Stopp-Kurse zu platzieren, um einen Totalverlust zu vermeiden. Wer diese Regeln beherzigt, kann sich beispielsweise einen Stay-Low-Schein (WKN: SG7 L3A, Knock-Out-Level: 13.000 Punkte) auf den Dax ins Depot legen. Damit lässt sich bis zum 24. Juli 2015 eine Rendite von rund 32 Prozent erzielen.

Etwas defensiver ist ein anderer Stay-Low-Schein (WKN: SG9 QKV, Knock-Out-Level: 13.500 Punkte) auf den deutschen Leitindex, der am 28. August 2015 fällig wird. Hier beträgt die erzielbare Rendite aber nur zwölf Prozent.

Ein gutes Chance-Risiko-Verhältnis bietet auch ein Stay-Low-Schein (WKN: SG6 J1X, Knock-Out-Level: 2300 Punkte) auf den S&P 500. Dessen Laufzeit endet am 29. Dezember 2015. Zuletzt war dieser Schein für 8,30 Euro zu haben. Somit errechnet sich eine Rendite von 20,5 Prozent. Eine ähnlich hohe Rendite lässt sich mit einem Stay-Low- Schein (WKN: SG8 BAU, Knock-Out-Level: 17.500 Punkte) auf den Hang Seng China Enterprises-Index erzielen, der am 25. September 2015 fällig wird. Dieses Kursbarometer ist in den zurückliegenden Wochen deutlich gestiegen und infolgedessen reif für eine leichte Korrektur.

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