Risiken trotz Koizumis Sieg
Neuwahl in Japan bessert Investitionsklima

Auch in Japan gab es Neuwahlen, aus denen der bisherige Regierungschef Junichiro Koizumi gestärkt hervorging. Die Börse honorierte die neue politische Konstellation im Land mit Kursgewinnen. Aber alte Feindschaften könnten den Nikkei wieder gefährden.

Schon eine Woche früher als in Deutschland wurde in Japan gewählt. Nachdem Parteifreunde Ministerpräsident Junichiro Koizumi bei der Privatisierung der japanischen Post in den Rücken gefallen waren, suchte er in vorgezogenen Neuwahlen sein Heil in der Offensive. Und der Schachzug von einer vorgezogenen Befragung der Bürger war sehr viel erfolgreicher als der Versuch Gerhard Schröders: Die Koalition unter Führung von Koizumis Liberaldemokraten kann sich jetzt im Unterhaus auf eine sehr stabile Zweidrittelmehrheit stützen. Gleichzeitig bedeutet das klare Votum eine Bestätigung der erfolgreichen Reformpolitik.

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Die Börse honorierte das Wählervotum mit steigenden Kursen. Der „Nikkei 225“ sprang inzwischen über die 13.000-Punkte-Marke. Die Marktteilnehmer erwarten von den stabilen Mehrheitsverhältnissen positive Auswirkungen für die zweitgrößte Industrienation der Welt. Nach den Jahren der Depression soll der sich abzeichnende Wirtschaftsaufschwung eine Fortsetzung finden. Auf den ersten Blick stehen also Nippons Börsenampeln weiter auf Grün. Doch übertriebene Euphorie ist trotzdem nicht angebracht: Japans Wirtschaft profitierte zuletzt stark von der Entwicklung in China. Genau hier liegen erhebliche Risiken, weil Japaner und Chinesen in der Vergangenheit mehrmals als Gegner aufeinander trafen, beispielsweise beim Krieg der beiden Nationen 1894 bis 1895. Erst ab 1972 kam es dann zu einer Normalisierung der Beziehungen, unterschwellig besteht jedoch weiterhin eine Abneigung gegeneinander, wie auch die japanfeindlichen Studentenproteste der chinesischen Jugend im Frühjahr dieses Jahres bewiesen.

Der Nikkei 225-Index



Eine Verstärkung der gegenseitigen Antipathie kann sich langfristig negativ auf die Wirtschaft auswirken und den Leitindex unter Druck bringen. Daher sollten Anleger nicht ohne Absicherung in den Markt investieren. Neben dem schon nahezu gebetsmühlenartig empfohlenen „Nikkei-Bonus“ mit einer Schwelle bei 8.500 Indexpunkten (ISIN DE 000 SG0 94M 1), der immer noch eine jährliche Rendite von knapp sechs Prozent abwirft, gibt es bei den Franzosen ein etwas offensiveres Bonus-Produkt (ISIN DE 000 SG2 3RD 4) mit einer Schwelle bei 9.453 Nikkei-Punkten. Sofern der Leitindex bis zum November 2009 nicht unter dieses Niveau abrutscht, winkt eine Bonus-Rendite von 32,3 Prozent oder 6,9 Prozent p.a. Der Puffer von 28,2 Prozent dürfte für den renditeorientierten Anleger eine ausreichende Sicherung liefern. Wer es defensiver haben will, nimmt weiterhin das Zertifikat mit der Schwelle bei 7.500 Indexpunkten ins Depot, hier ist der Abstand zur unteren Schwelle inzwischen auf 35,4 Prozent angewachsen.

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