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Zertifikate für die wahren Werte

In der Krise sind wieder alte Tugenden gefragt: Investments in Gold, Geld und langfristig aussichtsreiche Wachstumsmärkte. Das Zauberwort dabei heißt Diversifikation. Wie Investoren ihr Vermögen breit streuen können - und welche Zertifikate dabei nicht ins Depot gehören.

"Lass jeden Mann sein Geld in drei Teile teilen und je ein Drittel in Grundbesitz, ein Drittel in Geschäften investieren, und ein Drittel lass ihn in Reserve behalten." So steht es im Talmud, dem nach der Tanach (der jüdischen Bibel) bedeutendsten Schrift des Judentums. Heute nennt man den uralten Gedanken, sein Kapital möglichst breit zu streuen, Diversifikation. Das senkt nicht nur das Risiko eines Portfolios, sondern klingt auch noch modern. Der Blick in den Talmud beweist: Die Grundidee von Markowitz' nobelpreisgekrönter Modernen Portfolio-Theorie ist eigentlich gar nicht so neu. Gerade in schwierigen Zeiten besinnt man sich gerne auf solche überlieferten Weisheiten: Immobilien, Gold und Anleihen sind gefragt.

Simple Fondsstrategie

Das haben auch Marketingstrategen erkannt. Davon zeugt beispielsweise der jüngst aufgelegte Fonds Morgan Stanley Traditionelle Werte (WKN: A0NEKL), der in Deutschland von Hansainvest vertrieben wird. Der Fonds streut sein Kapital auf Zinspapiere, Immobilienfonds und einen Gold-ETC - allerdings nicht zu je einem Drittel, wie es der Talmud empfiehlt. 70 Prozent des Fondskapitals fließen in Renten und 25 Prozent in die beiden Immobilienfonds hausinvest global (WKN 254473) und Hnsaimmobilia (WKN 981770). Die restlichen fünf Prozent werden in den Gold Bullion Securities ETC investiert, einem Wertpapier, das das Eigentum von Goldbarren verbrieft. So simpel können Fondsstrategien sein.

Wer auf den Jahrtausende alten Ratschlag aus dem Talmud vertraut, muss aber nicht unbedingt auf den Marketing-Gag von Morgan Stanley hereinfallen. Zumal eine wichtige Komponente fehlt: Geschäfte. Ins einundzwanzigste Jahrhundert unserer Zeitrechnung übersetzt, sind damit Aktien von Unternehmen gemeint - am besten sogenannte Value-Werte. Also Aktien von ertragskräftigen Unternehmen, die derzeit aber aufgrund der Finanzkrise relativ preisgünstig zu haben sind.

Der vielleicht bekannteste Wert, auf den diese Definition zutrifft, ist die Aktie von Berkshire Hathaway (WKN 854075), dem Unternehmen der Investoren-Legende Warren Buffett. Der Mann mit dem goldenen Riecher für gute Geschäfte hat allein seit dem Jahr 2000 den Wert seines Unternehmens verdoppelt - die New Economy-Blase und die aktuelle Finanzkrise sind da schon berücksichtigt. Problem für normal sterbliche Investoren: Eine einzige Berkshire-Aktie kostet derzeit rund 80 000 US-Dollar.

Selbst bei der preiswerteren B-Aktie ist man immer noch mit knapp 2 600 US-Dollar (2 060 Euro) pro Stück dabei. Weiterer Nachteil: Die Aktie wird an deutschen Börsen kaum gehandelt. Praktischer ist da das Index-Zertifikat von der UBS (WKN UB87S7). Die Berkshire Hathaway-Zertifikate sind für unter 70 Euro pro Stück zu haben. Und da die UBS den Preis stellt, ist das Papier immer liquide.

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