Zertifikate
Gut gepolstert auf den Dax setzen

Sollte es ab 2009 an den Aktienbörsen wieder langsam bergauf gehen, wären langlaufende, defensive Bonuszertifikate ohne Cap derzeit erste Wahl für vorsichtige Optimisten. Einige Papiere bieten Anlegern eine unbegrenzte Beteiligujng an einer zukünftigen Dax-Rally und werden erst bei Indexständen im Bereich der 2000er-Marke zu Verlustbringern.
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DÜSSEDLORF. Dank staatlicher Rettungspakete und Zinssenkungen sei ab Mitte 2009 mit einer langsamen Erholung der Weltwirtschaft zu rechnen, erwarten Experten der Dekabank. Analysten der WestLB prognostizieren für Ende kommenden Jahres einen Dax-Stand von etwa 5200 Punkten. Die DZ Bank glaubt sogar, dass der deutsche Leitindex dann bereits wieder bei 6000 Punkten notieren könnte.

Vorsichtig optimistische Anleger, die ebenfalls einen Trendwechsel an den Börsen erwarten, sollten Teilschutzzertifikate mit hohem Verlustpuffer einer Direktinvestition in Aktien vorziehen.

Denn bei Experten herrscht auch Einigkeit darüber, dass es vor dem Start einer längeren Markterholung ungemütlich bleiben wird. So erwartet die WestLB, dass die Nervosität an den Märkten in den ersten Monaten des neuen Jahres zunächst anhalten wird, so dass der Dax auch unter die Marke von 4000 Zählern rutschen könnte.

Interessant sind zum Beispiel zwei im November emittierte Bonuszertifikate von Goldman Sachs. Sie notieren derzeit unter ihrem Ausgabekurs und bieten trotz eines Sicherheitspuffers von über 50 Prozent unbegrenzte Partizipation an einer möglichen Dax-Rally bis Juni 2010. Gleichzeitig winken zweistellige Bonusrenditen: z.B. 11,2 Prozent p.a. bei dem Papier mit der WKN GS1KP0. Der Bonus geht erst verloren, wenn der Dax auf 2250 Punkte fällt. Finanziert wird die Konstruktion durch ein Aufgeld, das derzeit bei knapp fünf Prozent liegt.

Noch niedriger ist bei 2000 Zählern die Barriere eines weiteren Bonuspapiers der US-Bank auf den Dax mit identischer Laufzeit und einer jährlichen Bonusrendite von 12,7 Prozent (WKN: GS1KNW). Ein Niveau, das der Index seit mehr als 13 Jahren nicht mehr erreicht hat. Im Gegenzug ist hier das Aufgeld höher (10,5 Prozent), das als zusätzlicher Verlust anfällt, falls die Barriere doch gerissen wird.

Georgios Kokologiannis ist Redakteur im Finanzteam des Handelsblatts, mit Sitz in Frankfurt am Main. Er studierte Betriebswirtschaftslehre in Düsseldorf mit Schwerpunkt auf Controlling und Marketingmanagement. Bereits während seiner Studienzeit wirkte der Diplom-Kaufmann erstmals an der Entwicklung des Handelsblatt-Onlineangebots mit. Seinen journalistischen Feinschliff erhielt der Kapitalmarktexperte an der Georg von Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalisten. Mit Geldanlage-Themen beschäftigt sich der Derivatespezialist für das Handelsblatt seit mehr als 17 Jahren. Dabei wurde er mit dem DDV-Preis für Wirtschaftsjournalisten ausgezeichnet und hat zuletzt vier Jahre lang das Musterportfolio der Redaktion verantwortet.
Georgios Kokologiannis
Handelsblatt / Finanzredakteur

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