Zertifikate
Nicht smart genug

Die Hypo-Vereinsbank erweitert die Palette der Bonuszertifikate auf den Euro Stoxx 50 um eine neue Variante. Doch die Neuemission kann nicht überzeugen. Sogar die Emittentin selbst bietet bereits attraktivere Alternativen an, als das derzeit intensiv beworbene "Smart Bonuszertifikat".

DÜSSELDORF. Die Konditionen, die das neue „Smart Bonuszertifikat“ auf den Euro Stoxx 50 bietet (WKN: HV5VSC), erscheinen auf den ersten Blick durchaus interessant: Knapp 7,3 Prozent Bonusrendite jährlich unter Berücksichtigung des zweiprozentigen Ausgabeaufschlags bei einer Laufzeit bis Juli 2012 und einem Sicherheitspuffer von 50 Prozent.

Und sollte der europäische Bluechip-Index in den kommenden viereinhalb Jahren über den Bonuslevel hinaus steigen, partizipieren Anleger -wie bei Bonuszertifikaten üblich - sogar unbegrenzt daran.

Möglich mache den (offenbar) „höheren Bonus im Vergleich zum klassischen Bonuszertifikat“ eine „variable“ Sicherheitsschwelle, so die Emittentin. Hinter dem wohlklingenden Attribut „variabel“ verbirgt sich eine für den Anleger unvorteilhafte Änderung der Sicherheitsschwelle bei steigenden Basiswertkursen.

Konkret: Sobald während der Laufzeit ein neuer Höchststand des Euro Stoxx 50 festgestellt wird, erfolgt automatisch eine „Anpassung“ der 50-prozentigen Sicherheitsschwelle an das jeweils höhere Niveau.

Der Basiswert darf sich somit während der Laufzeit – bezogen auf den jeweils gültigen Höchststand – nie halbieren oder darüber hinaus an Wert verlieren, um den Anspruch auf die Bonuszahlung zu bewahren. Bei klassischen Bonusprodukten bezieht sich die Schwelle immer auf den (niedrigeren) Ausgangsstand.

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