Zertifikate
Vom wachsenden Welthandel profitieren

Wer in den Seeverkehr investieren will, muss nicht mehr mit fünfstelligen Summen Anteile geschlossener Fonds kaufen. Es gibt mittlerweile Zertifikate auf entsprechende Aktienkörbe sowie Aktien- und Frachtratenindizes.

DÜSSELDORF. Ohne das Schiff hätte es in den vergangenen Jahren keine so dynamische Globalisierung gegeben. Mehr als 90 Prozent des interkontinentalen Warenaustausches entfallen auf die Schiffsfracht. Denn die Rohstoffvorkommen der Erde werden überwiegend auf der Südhalbkugel abgebaut, in Australien, in Teilen von Südamerikas und Afrikas sowie im Nahen Osten. Von dort aus müssen diese Waren ihren Weg in die Industrie- und Schwellenländer finden, die wiederum ihre Güter über das Wasser weltweit transportieren müssen. Werften beispielsweise sind auf Jahre hinaus ausgebucht. Grund genug für die Zertifikatebranche in diesem Segment verstärkt Fahrt aufnimmt.

Angefangen hat es mit Aktienbaskets und Indizes mit Unternehmen aus der Schifffahrtbranche, emittiert von der WestLB (Maritime Active Zertifikat mit zehn Aktien, WKN: WLB5QN), Commerzbank (Scope Shipping Select mit elf Werten, WKN: CB4ZZX) und ABN Amro (Shipping Total Return mit 15 Unternehmen, WKN: ABN34Y). Das Produkt der Niederländer hat seine „Seetauglichkeit“ schon bewiesen: Seit der Erstnotiz im März 2006 hat sich das Zertifikat besser geschlagen als der MSCI World Index. Die anderen beiden Anlageprodukte sind erst seit Mai 2007 auf dem Markt. Während die Indexzusammensetzung von ABN Amro aufgrund von Analystenempfehlungen verändert wird, bedient sich die Commerzbank dazu bei ihrem Basiswert der Ratingagentur Scope. Die WestLB stellt den Basket anhand von internen Regeln um.

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Bei den drei Produkten ist die Zahl der enthaltenen Aktien relativ klein, dadurch steigt die Gefahr des so genannten „Klumpenrisikos“ – die Entwicklung des zugrunde liegenden Baskets oder Index könnte nach einem deutlichen Anstieg eines enthaltenen Einzelwertes von diesem Titel zu sehr dominiert werden. Jährliche Managementgebühren und Spread sind bei Commerzbank und WestLB überdurchschnittlich hoch angesetzt. Zudem behält die Landesbank auch ein Viertel der Nettodividenden ein.

Die Deutsche Bank hat seit Mitte August ein Produkt auf den S-Box Global Shipping Index, der sich aus 20 Werten zusammensetzt, auf den Markt gebracht. Die Managementgebühr beträgt 1,5 Prozent.

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