Anlagestrategie
Der Charme des Index

Die wenigsten Fondsmanager schlagen dauerhaft ihren Vergleichindex. Aktiv gemanagte Fonds sind deshalb "ein gewisses Glückspiel", meinen Experten. Das ist nicht der einzige Grund, warum Anleger zu Indexprodukten greifen.
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DüsseldorfDie wenigsten Fondsmanager schlagen ihren Vergleichindex – schon gar nicht dauerhaft, also Jahr für Jahr. In turbulenten Börsenzeiten scheint es für die Anlageprofis sogar besonders schwierig, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Eine aktuelle Auswertung des Researchhauses Feri Eurorating für die ersten neun Monate dieses Jahres macht es deutlich:  In einer Hitliste mit 36 Anlageschwerpunkten führen elf Mal  börsengehandelte Indexfonds (Exchange Traded Funds, kurz ETFs) in ihrer Konkurrenzgruppe. Damit hat kein aktiv gemanagter Fonds besser abgeschnitten als das Indexprodukt.

Keine Ausnahme, wie Experten wissen. „Viele Untersuchungen haben gezeigt, dass nur wenige Fondsmanager nach Kosten ihre Benchmark schlagen“, sagt Martin Faust, Professor an der Frankfurt School of Finance & Management und Experte für Anlageprodukte. „Damit ist es für Anleger ein gewisses Glücksspiel, wenn sie auf aktiv gemanagte Fonds setzen.“ Schließlich würden sie auch das Risiko eingehen, dass der Fonds viel schlechter abschneidet als der Markt.

Das kann schnell passieren, vor allem wenn die Märkte so extrem schwanken wie in den vergangenen Monaten. In diesem Jahr mussten die Verwalter schon mit mehreren Wenden am Aktienmarkt fertig werden: Nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima ging es an den Börsen kräftig bergab, es folgte eine Erholung, bevor die eskalierende Euro-Schuldenkrise die Märkte im August ein weiteres Mal abstürzen ließ, die anschließende zweite Erholungsphase könnte nach der Ankündigung des griechischen Volksreferendums auch schon wieder beendet sein.  Mit jeder Wende steigt die Gefahr von Fehlentscheidungen.

Mit Indexprodukten – ob ETF oder auch Indexzertifikat – erzielen Anleger zumindest die Kursentwicklung des zugrunde liegenden Börsenbarometers. Wer sich die Anlageentscheidung nicht selbst zutraut, für den ist aktives Management mit ETFs eine Alternative. „Vermögensverwalter übernehmen dabei die strategische Ausrichtung des Portfolios, also die Länder- und Branchenallokation, investieren aber in passive Indexfonds“, erklärt Faust.

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