Abwicklungspläne
EU drängt auf Schließung griechischer Banken

Griechenlands Finanzbranche liegt am Boden - und nur wenige Experten glauben daran, dass sie wieder auf die Beine kommt. Darum drängt die EU-Kommission nun darauf, einige Institute abzuwickeln.
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AthenDie EU-Kommission drängt Griechenland Insidern zufolge zur Schließung einiger Banken. Dazu könne auch die ATEbank gehören, das fünftgrößte Geldhaus Griechenlands, erfuhr Reuters bei der EU am Donnerstag. "Wir treten in eine neue Phase mit Griechenland Spanien und Portugal ein", sagte einer der Insider. "Die ATEbank muss auf lange Sicht abgewickelt oder geschlossen werden." Das gelte auch für einige andere Geldhäuser. Das griechische Finanzministerium dementierte den Bericht.

Grundsätzlich ist es Aufgabe der griechischen Zentralbank, angeschlagene Banken zu schließen. Die EU-Kommission hat aber wegen der europäischen Hilfen für Griechenland ein Mitspracherecht. Das erlaubt es, die Hilfsanfrage einer Bank abzulehnen, falls die Kommission meint, eine Rettung sei zu teuer. Das käme faktisch einer Abwicklung der Bank gleich.

Die Kommission hat bislang in der Euro-Krise ihre Macht bei diesem Thema kaum genutzt. Nur wenige Banken wurden abgewickelt. Sollte die Kommission das Instrument jetzt in Griechenland nutzen, könnte das ein Hinweis auf ein künftig aggressiveres Vorgehen gegen schwächelnde Geldhäuser sein. Die Kommission könne ihre Befugnisse etwa auch bei Banken in Spanien und Portugal wahrnehmen, sagte ein EU-Mitarbeiter.

Die ATEbank und die griechische Zentralbank wollten zu den Äußerungen aus den Kreisen keine Stellung nehmen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Abwicklungspläne: EU drängt auf Schließung griechischer Banken"

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  • Einige Anmerkungen zur ATEbank:

    1. Nach inoffziellen Verlautbarungen seitens des Verbandes griechischer Banken sollen die Ausleihungen der sieben größten griechischen Banken an Kreditnehmer auf dem Balkan seit Ende 2008 von € 47,1 Mrd. auf über € 100 Mrd. per Ende 2011 angeschwollen sein.

    In Ermangelung belastbarer Daten könnte die Vermutung naheliegen, dass die möglichen Ausfallrisiken zwischenzeitlich deutlich angewachsen sein könnten.

    2. Nach meinen Recherchen ist die ATEbank [deren Geschäftsmodell von der leicht internationalen Ausrichtung mit deutschen Raiffeisenbanken vergleichbar ist] allerdings lediglich in Rumänien und Serbien (20%ige Beteiligung an der AIK-Bank) engagiert und betreibt in Frankfurt eine Retail-Bankfiliale.
    Weitere Infos finden sich hier:
    http://fortunanetz-forum.xobor.de/t2f2-Austritt-Griechenlands-aus-dem-Euro-12.html#msg925

  • Dann sind Sie ja anscheinend der Arsch ;-)

  • Wetten, dass die griechischen Freunde Barrosos und Junckers mit ihren Banken geschützt werden. Da geht es Ausschaltung von Wettbewerb. Mit diesem EU-Engagement verlagert sich die Korruptionsebene eben auf eine europäische. Der Fisch stinkt am Kopf gewaltigst.

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