Ägypten
Justizminister verwehrt EFG Hermes-Vorstand die Ausreise

Der ägyptische Justizminister hat dem Vorstandsvorsitzenden der Investmentbank EFG Hermes, Jassir al Mallauani, die Ausreise verweigert. Angeblich bestehe ein Zusammenhang zwischen ihm und den Stadionkrawallen.
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KairoIn Ägypten ist der Vorstandsvorsitzende der Investmentbank EFG Hermes angesichts der laufenden Ermittlungen nach den Stadionkrawallen in der Stadt Port Said mit 74 Toten an der Ausreise gehindert worden. Ein Flughafenmitarbeiter erklärte, Jassir al Mallauani wollte am Sonntag von Kairo in die Vereinigten Arabischen Emirate fliegen, sei aber auf Anweisung des Justizministers an der Ausreise gehindert worden.

Aus Justizkreisen verlautete, gegen Al Mallauani und Gamal Omar, einen engen Freund des Sohns des langjährigen Machthabers Husni Mubarak, werde ermittelt, weil sie Schlägertrupps dafür bezahlt haben sollen, nach dem Fußballspiel vergangene Woche Mubarak-kritische Jugendliche anzugreifen.

An diesem Wochenende ist es wieder zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften gekommen. In Kairo gingen am Sonntag Polizisten mit Tränengas gegen Regierungskritiker vor, die das Innenministerium mit Steinen angriffen.

Bei den Auseinandersetzungen vor dem Gebäude sind in den vergangen vier Tagen sieben Menschen getötet worden. Die Demonstranten werfen den Sicherheitsbehörden vor, den Tod von 74 Menschen bei den Krawallen in einem Fußballstadion nicht verhindert zu haben. Einige Aktivisten glauben, dass noch im Regierungsdienst verbliebene Unterstützer des gestürzten Präsidenten Husni Mubarak hinter dem Zwischenfall in Port Said stecken, bei dem auch etwa 1000 Menschen verletzt wurden.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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