Anbang-Gründer Wu
Verschwinden sorgt für Beben in chinesischer Finanzbranche

PremiumNach dem Verschwinden des Anbang-Gründers Wu Xiaohui könnte die globale Expansion des chinesischen Versicherers vorbei sein. Das hätte auch Auswirkungen in Deutschland. Beobachter sprechen von einer Aufräumaktion der Regierung und erwarten weitere Festnahmen.

PekingDas vorläufige Ende von Wu Xiaohuis Karriere ist einen Satz lang. In wenigen Worten teilt der Pekinger Versicherungskonzern Anbang gegen zwei Uhr morgens am Mittwoch mit, dass dessen Gründer und Chairman aus „persönlichen Gründen“ die Aufgaben an der Spitze des Unternehmens nicht länger wahrnehmen könne. Wu werde abgelöst, zumindest zwischenzeitig. Kurz zuvor kursierte ein Bericht, dass der Manager festgenommen worden sei. Die dürre Mitteilung markiert den abrupten Fall eines der mächtigsten Männer in Chinas Finanzbranche.

Das Finanzmedium „Caijing“ schrieb unter Berufung auf Insider, Wu Xiaohui sei vergangenen Freitag abgeführt worden. Am Samstag habe ein Team von Beamten der Pekinger...

 
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