Angeschlagenes Geldhaus
Briten wollen RBS-Anteile an Abu Dhabi verkaufen

Großbritannien will laut Medienberichten bis zu einem Drittel ihres Anteils an der Royal Bank of Scotland an Abu Dhabi verkaufen. Die Verhandlungen sollen seit Monaten laufen und bis Weihnachten abgeschlossen sein.
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LondonDie britische Regierung will einem Medienbericht zufolge bis zu einem Drittel ihres Anteils an der Royal Bank of Scotland an Abu Dhabi verkaufen. Mit dem Staatsfonds des Golfemirats werde darüber schon seit Monaten verhandelt, berichtete die BBC am Montag. Die Regierung in London wolle das Geschäft bis Weihnachten unter Dach und Fach bringen. Großbritannien gehören 82 Prozent der RBS, nachdem die Regierung das angeschlagene Institut 2008 mit Steuergeldern vor dem Zusammenbruch bewahrt hatte. Dem BBC-Bericht zufolge sollen nun mindestens zehn Prozent verkauft werden. RBS lehnte eine Stellungnahme ab.

Das Finanzministerium erklärte am Montag, das Geldhaus solle nur in Privatbesitz zurückgeführt werden, wenn sich das Geschäft für den Steuerzahler lohne. RBS-Aktien werden derzeit zu knapp 28 Pence gehandelt - fast die Hälfte des Preises von 50 Pence, den die Regierung im Schnitt je Anteilsschein bezahlt hat. Damit würden die britischen Steuerzahler bei einem Deal auf dem Niveau des gegenwärtigen Aktienkurses fast die Hälfte verlieren. Abu Dhabi hat während der Finanzkrise Milliarden in das mit RBS konkurrierende Bankhaus Barclays investiert und daraus Gewinn geschlagen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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