Anshu Jain
Zurück zu den Anfängen

Der Chef der Deutschen Bank, Anshu Jain, kehrt anlässlich des alljährlichen Maskenballs des Jüdischen Museums in seine alte Heimat New York zurück – und erzählt bestgelaunt und gelöst von seinem Leben.
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New YorkDas Park Armory ist ein gewaltiger Bau auf der Upper East Side von New York. Vor 130 Jahren lagerte hier ein ganzes Regiment der US-Armee. Heute ist das burgähnliche Gebäude denkmalgeschützt und eine der feinsten Adressen in der Metropole.

Am gestrigen Mittwochabend feierte dort das Jüdische Museum seinen alljährigen Maskenball. Star des „Purim Balls“: Anshu Jain, der Co-Chef von der Deutschen Bank.

Endlich ein Abend ohne Zank und Zaudern. In Deutschland schwirren die wildesten Berichte über den Manager und die Deutsche Bank durch die Gegend. Wegen der Manipulationen beim Leitzins Libor soll der Chef-Jurist auf der Kippe stehen, das Geldinstitut soll bereits über einen Nachfolger von Jain nachgedacht haben. Sein Co-Chef Jürgen Fitschen könnte wegen Prozessbetrug im Zusammenhang mit dem Kirch-Prozess angeklagt werden. Dazu stehen noch Ermittlungen zu Devisenkursmanipulationen an, die Bank feuerte vor wenigen Wochen drei Händler in New York.

Doch all den Ärger ließ sich Jain nicht anmerken. Im Gegenteil: Der 51-Jährige zeigte sich bestgelaunt. Der Purim-Ball ist einer der besonderen Gesellschaftsfeiern in New York, bei dem die Gäste Masken tragen: Erst ein Cocktailempfang, dann ein festliches Essen, gefolgt von einer angesagten After-Party.

Der ehemalige Bürgermeister Michael Bloomberg war dabei, wie auch die Führungsriege von Black Rock, dem größten Geldverwalter der Welt: Gründer Rob Kapito hielt das Grußwort, im Publikum saßen auch Vorstandschef Larry Fink und Bob Benmosche, Chef von dem Versicherungsriesen AIG.

„Für meine Familie und mich fühlt sich der Abend wie ein Wiedersehen an“, sagte Jain. „Ein Wiedersehen mit New York – der Stadt, die für mehr als ein Jahrzehnt unsere Heimat war“. Jain arbeitete von 1985 bis 1995 als Investmentbanker an Wall Street. Dann zog er nach London, um für die Deutsche Bank zu arbeiten.

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Weltläufig und witzig

Kommentare zu " Anshu Jain: Zurück zu den Anfängen"

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  • Aha. Das hätten wir uns denken können.

    Ich nehme an, der Rücktritt ist nur noch eine Frage von Wochen.

  • UNGLAUBLICH
    Die Aktionäre der Deutschen Bank haben Tränen in den Augen und der Typ vergnügt sich.

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