Aufschläge bei Transaktionen
US-Staatsanwälte weiten Devisen-Ermittlungen aus

Aufschläge bei Devisentransaktionen untersucht derzeit das US-Justizministerium. Banken sollen unerfahrenen Kunden höhere Aufschläge berechnet haben. Die Geldhäuser könnten Kunden auf diese Weise betrogen haben.
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Die US-Staatsanwaltschaft hat ihre Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Devisenhandel laut informierten Kreisen ausgeweitet. Im Fokus der Aufmerksamkeit stehen diesmal Aufschläge bei Devisentransaktionen. Dazu werden Händler bei verschiedenen Banken befragt, wie zwei mit den Vorgängen vertraute Personen berichten.

Das US-Justizministerium hat demnach Banker und Kunden befragt, wieviel die Devisenhandelsabteilungen ihren Kunden für Transaktionen berechnen. Die Befragungen sind ein erstes Anzeichen dafür, dass die Behörden sich mit den Praktiken bei den Transaktionen beschäftigen.

In Gesprächen mit Bloomberg News haben über ein Dutzend derzeitige und ehemalige Händler und Mitarbeiter der Devisenabteilungen berichtet, dass es üblich ist, einen sogenannten festen Aufschlag zu berechnen, mit dem die Dienstleistung des Bankmitarbeiters entgolten wird. Einige Kunden, die Devisentransaktionen nur selten oder nur in geringem Umfang tätigen, beobachten die ihnen berechneten Kurse kaum. Das Justizministerium prüft, ob die Banken Betrug begangen haben, indem sie die Praxis gegenüber den Kunden nicht angemessen offenlegten.

„Banken sollten ihren Kunden gegenüber bei Preismechanismen immer transparent sein“, kommentierte David Woolcock, Vorsitzender des Ausschusses für professionelle Standards bei ACI, einer in Paris angesiedelten Interessenvertretung von 13.000 Händlern in 60 Ländern. „Das klingt nicht nach vorbildlichem Vorgehen oder moralisch vertretbarem Verhalten.“

Das Justizministerium hat über die vergangenen zwei Monate Mitarbeiter der Devisenabteilungen zusammen mit ihren Anwälten in Bankgeschäftsräumen befragt, wie eine informierte Person berichtete. Insgesamt ermitteln mehr als ein Dutzend Behörden weltweit zum Devisenmarkt, nachdem Händlern bei den größten Banken den Orders ihrer Kunden zuvorkamen oder sich absprachen um Benchmarksätze zu manipulieren. Außerdem haben die Banken eigene Untersuchungen durchgeführt und Mitarbeiter befragt, um zu zeigen, dass sie mit den Ermittlungen zusammenarbeiten.

Im Gegensatz zu Aktientransaktionen werden Devisentransaktionen nicht mit Zeit- und Datumsmarke versehen, so dass die Händler die Möglichkeit haben, Kunden gegenüber falsche Angaben über den zur Ausführung verwendeten Kurs zu machen. Zudem fallen die Transaktionen nicht unter die Mifid-Regelung der Europäischen Union, die von den Händlern verlangt, alle sinnvollen Maßnahmen zu ergreifen, um das bestmögliche Ergebnis für den Kunden zu erzielen.

Die von Bloomberg befragten ehemaligen Devisen-Mitarbeiter erklärten, dass die entsprechenden Abteilungen bei der Schweizer Großbank UBS und dem britischen Kreditinstitut Barclays wussten, welche Unternehmen bei Devisentransaktionen wenig erfahren waren. Ihnen seien höhere Aufschläge berechnet worden.

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Erfahrene Kunden bleiben bis zur Ausführung am Hörer

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  • "Im Gegensatz zu Aktientransaktionen werden Devisentransaktionen nicht mit Zeit- und Datumsmarke versehen, so dass die Händler die Möglichkeit haben, Kunden gegenüber falsche Angaben über den zur Ausführung verwendeten Kurs zu machen."

    Diese Angabe dürfen Sie getrost als Falschmeldung aufnehmen und die Seriösität des Artikels in Frage stellen.

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