Aufschwung
NordLB verdreifacht Gewinn

Der Aufschwung beschert der NordLB ein glänzendes Ergebnis: Im ersten Quartal konnte der Gewinn im Vergleich zum Vorjahr verdreifacht werden. Dabei galt die Landesbank noch vor wenigen Monaten als Wackelkandidat.
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München

Die NordLB schwimmt auf der Welle des Konjunkturaufschwungs mit. In den ersten drei Monaten des Jahres profitierte die Landesbank aus Hannover von einem drastischen Rückgang der Kreditausfälle und steigerte ihren Vorsteuergewinn auf 137 Millionen Euro (2010: 53 Mio.), wie sie am Dienstag mitteilte. Unter dem Strich konnte sie per Ende März sogar elf Millionen Euro mehr Risikovorsorge auflösen als sie neu bilden musste. Vor einem Jahr waren noch Rückstellungen von 149 Millionen Euro fällig gewesen.

"Das operative Geschäft der NordLB hat weiter angezogen", sagte Vorstandschef Günter Dunkel. Neben dem Geschäfts- und Firmenkundengeschäft trieben vor allem die Spezialfinanzierungen von Schiffen, Flugzeugen oder Wind- und Solarprojekten das Geschäft. Dunkel bekräftigte die Prognose, wonach der Gewinn vor Steuern 2011 höher ausfallen soll als die 236 Millionen Euro aus dem vergangenen Jahr.

Die NordLB hatte wegen des hohen Anteils an Stillen Einlagen des Landes Niedersachsen am Eigenkapital als Wackelkandidat beim Stresstest der europäischen Bankenaufsicht EBA gegolten. Zwar stieg die Kernkapitalquote bereits bis Ende März auf 9,7 (Ende 2010: 9,1) Prozent. Doch werden Teile dieser Kapitalbasis im Stresstest nicht anerkannt. Um einen Imageschaden zu vermeiden, hatten die Eigentümer der Bank im April eine Umwandlung Stiller Einlagen und eine Kapitalspritze beschlossen. Dunkel zeigte sich nun zuversichtlich, den Stresstest zu bestehen: "Die NordLB verfügt über eine Kapitalausstattung, die die aufsichtsrechtlichen Anforderungen übererfüllt", sagte er.

Die NordLB rechnet mit einer Bankenabgabe von 42 Millionen Euro in diesem Jahr, wie ein Sprecher sagte. Der gesamte Betrag sei im ersten Quartal bereits zurückgestellt worden. Mit der Abgabe, über deren Ausgestaltung politisch noch gefeilscht wird, sollen die Banken einen Topf füllen, damit die Kosten künftiger Finanzkrisen nicht erneut dem Steuerzahler aufgehalst werden müssen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Na bitte. Es kommt offensichtlich nur auf die scheinbar objektiven Kriterien an, ob eine Bank in der Öffentlichkeit als Wackelkandidat gilt oder nicht, und nicht auf die tatsächliche finanzielle Ausstattung. Sonst hätte schon länger festgestanden, dass zwar die Eigenkapitaldecke etwas knapp war, aber die Bank ansich solide finanziert ist und gemanagt wird. Ohne Solidität wäre dieses Ergebnis nicht denbar gewesen. Und: dass die NORD/LB ohne Hilfen, wie Commerzbank und HSH Nordbank nötig hatten, spricht ebenfalls für sich.

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