Ausnahmen bei Bankenabwicklung: Ein Geschenk an die Gläubiger

Ausnahmen bei Bankenabwicklung
Ein Geschenk an die Gläubiger

PremiumDie Kommission will die Abwicklungsrichtlinie lockern – zugunsten der Gläubiger. Bei im EU-Ausland emittierten Anleihen werden sie unter Umständen nicht zur Kasse gebeten. Kritiker sehen darin einen Vorteil für Steueroasen.

BrüsselDie EU hat es immer wieder versprochen: Wenn eine Bank in eine Existenzkrise gerät, sollen Aktionäre und Gläubiger des Instituts die Verluste tragen. Die Steuerzahler, auf deren Kosten in der Finanzkrise 2008 viele Banken gerettet wurden, würden künftig verschont.

Politische Ankündigungen sind das eine, EU-Gesetzesvorlagen manchmal etwas ganz anderes. Die Verlustbeteiligung von Gläubigern ist geregelt in der EU-Bankenabwicklungsrichtlinie (BRRD), die Anfang 2015 in Kraft trat. Diese Richtlinie wird nun erstmals revidiert – womöglich wieder mit Schlupflöchern für die Gläubiger.

Die Pflicht zur Verlustbeteiligung von Anleihebesitzern gilt im Prinzip weiterhin – doch neue Ausnahmetatbestände wurden hinzugefügt. So steht es in...

 
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