Bankchef zu Schuldenkrise
"Lage ist stabiler als 2008"

Die derzeitige Euro-Schuldenkrise lässt sich nicht mit der Situation von September 2008 vergleichen, beschwichtigt der Goldman-Deutschland-Boss Alexander Dibelius. In einem Interview zeigt sich Dibelius zuversichtlich.
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FrankfurtDie Euro-Schuldenkrise ist nach Einschätzung der US-Investmentbank Goldman Sachs weniger dramatisch als die Finanzmarktkrise im Jahr der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers. „Wir sind nicht der Ansicht, dass wir uns derzeit in derselben Situation wie zu Beginn der Finanzmarktkrise befinden“, sagte Goldman-Deutschland-Chef Alexander Dibelius der „Welt am Sonntag“.

„Nicht zuletzt aufgrund der guten Arbeit der Regierungen und der Europäischen Zentralbank ist die Lage stabiler als 2008.“ Die Regierungen und Zentralbanken seien heute wesentlich besser vorbereitet als vor drei Jahren, der Unternehmenssektor sei weniger fremdkapitalfinanziert, und auch die Eigenkapitalposition der Banken sei anders, sagte der Banker. Die einst viertgrößte US-Investmentbank Lehman Brothers war im September 2008 infolge der US-Immobilienkrise zusammengebrochen und hatte das weltweite Finanzsystem ins Wanken gebracht.

Die am 21. Juli beschlossenen Pläne zum Euro-Rettungsschirm EFSF bewerte er sehr positiv, sagte Dibelius. Damit stehe „ein guter Werkzeugkasten“ zur Verfügung, bis ab 2013 ein viel strikteres Haushaltsregime für alle 17 Euro-Länder gelten werde, das strikter als der Maastricht-Vertrag und ein erster wichtiger Schritt zur Harmonisierung der Fiskalpolitik im Euro-Raum sei. „Allerdings wollen wir die Augen vor weiteren Risiken nicht verschließen und uns auf ihr Management vorbereiten“, fügte der Goldman-Sachs-Manager hinzu.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Bankchef zu Schuldenkrise: "Lage ist stabiler als 2008""

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  • Damit meint er wohl die stabile Seitenlage des komatoesen Euro und seiner Verfechter?

  • Gerade in dieser Krise zeigt es sich, dass Europa und die USA ein total unterschiedliches Vorgehen haben. Die USA blickt wieder nach vorne. Das schwarze Jahrzehnt liegt hinter ihnen und es ist Zeit, wieder optimistisch in die Zukunft zu sehen.

    Europa ist gerade dabei sich vom Schuldenwahn zu erholen. Schulden sind eben nicht schulden, das erkennt man gerade jetzt wieder.

    Schulden in Griechenland, das Land der sterbenden Träume und das Land, was seit 2000 Jahren auf dem sterben Ast sitzt, sind tödlich.

    Schulden in Dt. sind zeitweise noch zu vertreten, denn die Dt. sind gerade wirtschaftlich extrem viel stärker, als es nach außen hin aussieht.

    Schulden in den USA sind schlimm, aber zu vertreten. Denn es sind Investitionen in die Zukunft und die haben die USA sicher.

  • Wieso lassen Sie so ein Gangster-Gesicht überhaupt dermaßen zu Wort kommen? Solch einem Menschen würde ich nicht mal die Tür öffnen, wenn er ein Haustürgeschäft anböte. Der Gesichtsausdruck sagt doch schon alles!

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