Bankgewerbe
Stellenabbau beschleunigt sich weiter

In der deutschen Bankenlandschaft werden immer mehr Stellen abgebaut – insbesondere im Filialgeschäft. Besonders betroffen sind Mitarbeiter der Volks- und Raiffeisenbanken sowie Sparkassen.
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FrankfurtDie deutschen Banken bauen immer mehr Stellen ab. Im vergangenen Jahr verringerte sich die Zahl der Beschäftigten in der Branche um 2,9 Prozent oder 18.150 auf 609.100, wie der Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes (AGV Banken) am Freitag mitteilte. Ein Jahr zuvor hatten die Banken 2,1 Prozent ihrer Personaldecke gekürzt. Dabei hätten die privaten Institute mit 1,9 Prozent prozentual weniger Stellen gestrichen als Volks- und Raiffeisenbanken sowie Sparkassen. Der Arbeitsplatzabbau finde vor allem im Filialgeschäft statt, erklärte der Verband. Konsumfinanzierer, Direktbanken und Privatbankiers stellten dagegen noch ein.

Immer mehr Banken in Deutschland schließen Filialen, weil die Kunden ihre Bankgeschäfte zunehmend online erledigen. Auch die Digitalisierung macht viele Arbeitsplätze überflüssig, weil Prozesse ohne menschliches Zutun abgewickelt werden. Bei den beiden größten Privatbanken geht der Stellenabbau weiter. Die Commerzbank will ihre Personaldecke um 7000 verringern, und im Zuge der Eingliederung der Postbank in das Privatkunden-Geschäft der Deutschen Bank stehen ebenfalls Tausende Stellen auf dem Spiel. 

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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