Belege auf Steuerdaten-CD
WestLB tief in Cum-Ex-Affäre verwickelt

PremiumDie Affäre um Aktiengeschäfte, mit denen sich die Akteure Steuererstattungen von bis zu zwölf Milliarden Euro erschlichen, bekommt eine neue Dimension. Dem Handelsblatt liegen Informationen vor, nach denen auch die inzwischen untergegangene WestLB jahrelang im großen Stil sogenannte Cum-Ex-Geschäfte betrieb.

DüsseldorfDie Erkenntnisse offenbaren einen Interessenkonflikt der Landesregierung mit weitreichenden Folgen. Erst vor wenigen Wochen kaufte sie für den Rekordpreis von fünf Millionen Euro einen Datenträger, auf dem Cum-Ex-Deals zahlreicher Banken aufgezeichnet sind. Die Geschäfte stammen aus den Jahren 2006 bis 2011, ihre Auswertung soll zu Steuernachforderungen von 600 Millionen Euro führen. Die Ermittlungen werden von der Steuerfahndung Wuppertal und der Staatsanwaltschaft Köln geleitet.

Doch nun führt die Beamten ihre Spur gewissermaßen vor die eigene Haustür. Die Daten auf dem USB-Stick zeigen: Zwischen 2006 und 2008 betrieb auch die WestLB Cum-Ex-Geschäfte in ungeheuren Ausmaßen. Regelmäßig wurden für Steuerzwecke Aktien in...

 
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