Börsenfusionen
Nasdaq will mit ICE fusionieren

Die Fusion der Deutschen Börse mit der New York Stock Exchange setzt die Konkurrenz unter Druck. Offenbar sucht die US-Technologiebörse Nasdaq verzweifelt einen Partner, um nicht ins Hintertreffen zu geraten.
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New YorkGetrieben von der Fusionswelle in der Börsenbranche sucht sich offenbar auch die US-Technologiebörse Nasdaq Verstärkung.

"Fox Business Network" berichtete am Mittwoch, dass die US-Hochtechnologiebörse eine Partnerschaft mit der Rohstoffbörse IntercontinentalExchange (ICE) in Betracht ziehe. ICE ist ein Börsenbetreiber, der auf den elektronischen Handel von Optionen und Futures auf Elektrizität, Energie- und Agrarrohstoffe sowie Emissionen spezialisiert ist.

Am Dienstag hatten die Frankfurter und die New Yorker Börse ihr Zusammengehen angekündigt. Dadurch entstünde der größte Marktplatz für den Handel mit Aktien und Derivaten mit einem Marktwert von 19 Milliarden Euro. "Die anderen Börsen stehen jetzt unter Druck. Die ICE ist sicher ein interessanter Fusionskandidat für eine Reihe von Wettbewerbern", sagte Larry Tabb, Gründer der auf Börsen und Broker spezialisierten Unternehmensberatung Tabb Group.

"Fox Business Network" berichtete zudem, dass die Nasdaq eine Investmentbank beauftragt und über ein gemeinsames Gebot mit der in Chicago ansässigen weltgrößten Optionsbörse CME Group für die Nyse beraten habe. Bei der Nasdaq und bei ICE war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. CME hatte bereits früher keinen Kommentar zu Spekulationen über eine Zusammenarbeit mit der Nasdaq bei einer Offerte für die Nyse abgeben wollen.

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