Chinesische Bank
Milliardenangebot für Hua-Xia-Anteile der Deutschen Bank

2,5 Milliarden Dollar muss die Deutsche Bank in der Libor-Affäre blechen. Das Geldhaus könnte die Summe allerdings schnell wieder erwirtschaften: Der Bank liegt eine Milliardenofferte für ihre Anteile an Hua Xia vor.
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HongkongDie Deutsche Bank lotet im Zuge des Umbaus auch einen Verkauf ihrer milliardenschweren Beteiligung an der chinesischen Bank Hua Xia aus. Der deutsche Branchenprimus, der 2006 bei Hua Xia eingestiegen war, habe zumindest eine Offerte aus der chinesischen Finanzbranche für sein knapp 20-prozentiges Aktienpaket erhalten, sagten mehrere mit den Plänen vertraute Personen der Nachrichtagentur Reuters. Ein Insider aus Asien sprach von mehreren Offerten. Entschieden sei aber noch nichts. Das Paket ist rund 4,5 Milliarden Euro wert. Hua Xia wird an der Börse in Shanghai mit 22 Milliarden Euro bewertet.

Die Deutsche Bank wollte sich nicht zu ihren Plänen äußern. Einzelheiten zur neuen Strategie - unter anderem zur Zukunft der Postbank - werden am Freitag nach einer Sitzung des Aufsichtsrats erwartet. Auch das Filialnetz im Ausland dürfte dabei eingedampft werden.

An Hua Xia hält die Deutsche Bank den nach chinesischen Gesetzen maximal möglichen Anteil von 19,99 Prozent. Sie wäre bei weitem nicht die erste ausländische Bank, die sich ganz oder zum Teil aus ihren Engagements bei chinesischen Kreditinstituten zurückzieht. Die Hoffnung auf strategische Partnerschaften war oft enttäuscht worden. Es blieben reine Finanzbeteiligungen, die aber beim Verkauf hohe Gewinne einbrachten, weil die Ausländer meist noch vor dem Börsengang eingestiegen waren. Der Kurs von Hua Xia hat sich im vergangenen Jahr fast verdoppelt.

Denkbar sei auch eine Platzierung des Aktienpakets über den Markt, hieß es in Finanzkreisen. Doch das könnte sich als knifflig erweisen, weil der chinesische Aktienmarkt außerhalb Hongkongs von Kleinanlegern dominiert wird.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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