Commerzbank
Blessings Blessuren

PremiumSelten wurde ein Manager so verspottet wie der Commerzbank-Chef. Doch dann glückte die Wende. Nun, da er seinen Abschied avisiert hat, leidet sein Arbeitgeber. Börsianer aber freuen sich. Blessings Nachfolger bleiben genug Baustellen.

Frankfurt, DüsseldorfEine Zeit lang haben Bankenkritiker in Berlin die Welt in „Ackermänner“ und „Nicht-Ackermänner“ eingeteilt. Die einen waren gewinngetriebene Finanzmanager, die so wie Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann von 25 Prozent Eigenkapitalrendite sprachen. Zum Gegenmodell sollte nach dem Willen der Politik der Vorsitzende jenes Geldinstituts gehören, das in den Wirren der Weltfinanzkrise mit vielen Steuermilliarden gerettet werden musste: Martin Blessing von der Commerzbank.

Viele Jahre aber tat sich die Bundesregierung – wie auch die Öffentlichkeit – schwer mit dem Majordomus jener Bank, die dem Bund derzeit noch zu 15,6 Prozent gehört. Seit einem Jahr aber hat sich das Verhältnis entspannt,...

 
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