Wie der Cum-Ex-Informant auspackte: Der Datenschatz des Mister Smith

Cum-Ex-Geschäfte und die Folgen

Wie Banken in die
Steuerkasse griffen

Wie der Cum-Ex-Informant auspackte
Der Datenschatz des Mister Smith

PremiumAcht Monate lang feilschte ein Insider mit dem Fiskus um geheime Bank-Infos. Der USB-Stick kostete am Ende fünf Millionen Euro – und bedroht nun die ganze Branche: Die Steuerfahndung ermittelt gegen 129 Finanzdienstleister.

DüsseldorfDie Verhandlungspartner hatten die Nase voll, so schien es jedenfalls. Ein Sommertag im August 2015, die Lobby eines Hotels einer kleinen Stadt im Dreiländereck Deutschland – Frankreich – Schweiz. Fünf Männer stehen sich gegenüber, keiner von ihnen hat gute Laune.

Ein Achselzucken hier, ein bemühtes Lächeln dort. „Wir denken noch mal drüber nach“, sagt einer. Wieder Händeschütteln, dann ist das Treffen vorbei. Noch aus dem Auto heraus ruft der Anwalt des Datenhändlers die Staatsanwälte an. Der Mandant will nicht mehr. 2,5 Millionen Euro für den USB-Stick sind nicht genug. Sorry.

An dieser Stelle hätte er enden können, der größte...

 
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