Debitkarte von Mastercard
Das Comeback der „EC-Karte“

Vor zehn Jahren wurde die als „EC-Karte“ bekannt gewordene Kontokarte in „Girocard“ umbenannt. Doch jetzt soll die „EC-Karte“ ein Comeback feiern. Ein Kreditkartenanbieter will aus dem Markennamen Kapital schlagen.
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FrankfurtEs war die höchste Schadensersatzforderung in der Geschichte Großbritanniens, die über dem Kreditkartenanbieter Mastercard schwebte. Kläger hatten dem US-Unternehmen vorgeworfen, jahrelang durch überhöhte Gebühren die Preise für Verbraucher in die Höhe getrieben zu haben. Doch ein Gericht in Großbritannien lehnte die Schadensersatzklage über umgerechnet 16 Milliarden Euro ab. Mastercard hat also ausreichend Luft für andere Projekte – etwa den Ausbau seines Marktanteils in Deutschland.

Derzeit wirbt das Unternehmen offensiv im Fernsehen und Netz für sein neues Kartenprodukt namens Debit Mastercard. Die Bezahlkarte kann international genutzt werden und ermöglicht kontaktloses Bezahlen. Im Gegensatz zur Kreditkarte werden die Umsätze direkt vom Konto abgebucht. „Wir erhoffen uns hier eine Möglichkeit, neben dem Kreditkartenbereich zusätzlich im Debitbereich erfolgreich zu sein“, erklärt Unternehmenssprecherin Juliane Wolff.

Dabei wirbt Mastercard mit dem Slogan „Die EC-Karte unserer Zeit“. Das darf das US-Unternehmen, weil es im Zuge der Übernahmen der Bankenorganisation Europay International seit vielen Jahren die Rechte an dem klassischen Namen „EC-Karte“ und am Logo besitzt. Deswegen benannten die Banken ihre Karten bereits 2007 in Girocard um – doch der Name und das Logo mit dem blauen „e“ und dem roten „c“ haben sich in den Köpfen der Deutschen festgesetzt. Deswegen bewirbt Mastercard sein weltweit einheitlich als „Debit Mastercard“ bekanntes Produkt auch nur hierzulande als neue EC-Karte.

Die Bekanntheit des Namens nutzt Mastercard, um seine neue Karte als direkten Konkurrenten des EC-Karten-Nachfolgers zu positionieren. „Das Debitkarten-Segment ist in Deutschland deutlich größer als das für Kreditkarten. Aus Sicht von Mastercard ist es daher durchaus klug, dieses Segment mit einer neuen Strategie zu adressieren – zumal man in den deutschen Debitmarkt in der Vergangenheit keinen richtigen Fuß in die Tür bekommen hat“, sagt Oliver Hommel, Zahlungsverkehrsexperte bei der Unternehmensberatung Accenture.

Die Karte besitzt im Gegensatz zur Girokarte auch eine 16-stellige Nummer und kann dadurch onlineeingesetzt werden. „Aus Konsumentensicht ist dies ein deutlicher und spürbarer Unterschied: Ich werde im E-Commerce weltweit soforthandlungsfähig, ohne die gefühlten Nachteile einer Kreditkarte in Kauf nehmen zu müssen“, sagt Hommel.

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  • Ich bin ja von "Hessischen Trinkerverband" und ich bekomm das Ding nie in den Schlitz, was soll man da machen ?

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