Deutsche Bank
Cryans radikaler Neuanfang

PremiumJohn Cryan hat nicht lange gefackelt. Nach dreieinhalb Monaten an der Spitze der Deutschen Bank verordnet der Brite dem Institut den wohl größten personellen und organisatorischen Wandel seit vielen Jahren. Ein Kommentar.

Der vor 13 Jahren vom damaligen Vorstandschef Josef Ackermann geschaffene erweiterte Führungskreis unterhalb des Vorstands, der lange als wahres Machtzentrum der Bank galt und unter Ackermanns Nachfolger Anshu Jain auf eine absurde Mitgliederzahl anschwoll, wird abgeschafft. Die als Anshus Army verschrieene Seilschaft des ex-Co-CEOs wird zerschlagen, ein großer Teil ihrer Mitglieder – allen voran die Jain-Getreuen Michele Faissola und Colin Fan – verlassen die Bank.

Stattdessen rücken sechs neue Manager in den Vorstand ein, von denen keiner zu dem alten Kreis von Anleihehändlern gehören, den Jain um sich scharte. Sondern entweder ohnehin von außen kamen oder aus anderen Bereichen der...

 
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