Deutsche Bank
Jain lässt Mitarbeiter über Jobabbau im Dunkeln

Die Neuausrichtung der Deutschen Bank könnte auch für die Mitarbeiter Konsequenzen haben. Über einen Personalabbau wird offenbar nachgedacht. Ob der eigene Job sicher ist, erfahren die Angestellten aber erst später.
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FrankfurtDie Deutsche Bank hat ihre leitenden Angestellten bei einer Telefonkonferenz mit Managing Directors am Montagnachmittag über mögliche Stellenstreichungen im Dunkeln gelassen. In dem Briefing mit den Co-Vorstandsvorsitzenden Anshu Jain und Jürgen Fitschen seien nur die öffentlichen Verlautbarungen der Bank wiederholt worden, wonach es in den kommenden 90 Tagen nähere Informationen dazu geben werde, wie das Geschäft verkleinert werden soll, sagten Banker, die an der Konferenz teilgenommen hatten und die nicht namentlich genannt werden wollten.

Eine Sprecherin der Deutschen Bank in London wollte keinen Kommentar abgeben. Die größte Bank Deutschlands hatte am Montag nach sechsmonatiger Prüfung mitgeteilt, dass sie ihre Tochter Postbank teilweise verkaufen und die Investmentbank verkleinern werde. Die Aktie erlitt daraufhin den stärksten Verlust seit 15 Monaten. Investoren beklagten den Mangel an Details in den Verlautbarungen.

„Wir haben zwar Verständnis dafür, dass das Management nicht viel mehr sagen kann, weil Zeitplanung und Regulierung noch nicht feststehen. Aber dann muss es bei folgenden Mitteilungen mehr Details zu diesen Punkten geben“, kommentierte Omar Fall, Analyst bei Jefferies LLC in London. „Das wird jetzt zu einem wichtigen Impulsgeber, damit das Profil der Aktie wieder an Dynamik gewinnt.“

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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