Deutsche Bank
Jain und Fitschen gut gelaunt vor Mitarbeitern

Eine Strategiekonzept will das Führungsduo der Deutschen Bank im September vorstellen. Zunächst einmal drückt Co-Vorstandschef Jain Deutschland bei der Fußball-EM die Daumen. Doch auch ernstere Aufgaben warten.
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FrankfurtBei der Deutschen Bank geht es Schlag auf Schlag. Nachdem am Donnerstagabend die Ära des langjährigen Vorstandschefs Josef Ackermann mit Ablauf der Hauptversammlung zu Ende gegangen ist, tagte am Freitag erstmals der Vorstand unter neuer Leitung. Bei dem Treffen erkaufte sich die Führung der Deutschen Bank Zeit. Das Gremium will seine künftige langfristige Strategie erst im September bekannt geben. Zuvor will sich der Vorstand um die neuen Co-Chefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen unter anderem mit Aktionären, Kunden und Mitarbeitern beraten.

Eine erste Gelegenheit gab es dazu am Freitag bei einer lockeren Vorstellung vor Mitarbeitern in der Konferenzzone der Zwillingstürme in der Frankfurter Zentrale. Dabei demonstrierten Jain und Fitschen demonstrative Geschlossenheit. „Es war eine lockere Atmophäre, bei der sich beide buchstäblich die Bälle zuwarfen“, sagte ein Teilnehmer.

Wenn es einen Wettstreit zwischen den beiden Top-Manager gebe, dann allenfalls sportlich, lautete die Botschaft. So berichtete Fitschen, dass er sich mit Jain bereits im Tischtennis gemessen habe und dabei den Sieg davon getragen habe. Jain konterte aber und sagte, er habe nur „knapp verloren.“ Crickett und Fußball sei von vorneherein nicht in Frage gekommen, weil dann einer von beiden bevorteilt gewesen wäre.

Aber es gab natürlich auch ernste Themen, schließlich muss die Bank in den kommenden Jahren in einem schwierigen Umfeld operieren. Die Eigenkapital- und Liquiditätsanforderungen nehmen zu, außerdem halten die Spannungen an den Kapitalmärkten wegen der Staatsschuldenkrise unvermindert an. In der rund 70-minütigen Veranstaltung, die nach New York, Singapur und London übertragen wurde, fand die Äußerung von Fitschen Beachtung, dass die Konsolidierung in der europäischen Bankenwelt weitergehen wird. Das größte deutsche Geldhaus werde dabei „ein Auge darauf haben“.

Im Vordergrund stehe aber zunächst die Generierung von Kapital aus eigener Kraft. Jain wiederholte seine Überzeugung, dass am Ende der Umwälzungen in der Bankenbranche weltweit nur noch fünf bis sechs globale Player übrig blieben, in Kontinentaleuropa werde dann vielleicht nur noch die Deutsche Bank als weltweit operierende Großbank übrig bleiben. Organisatorisch wird sich die Deutsche Bank wegbewegen vom Silo-Denken, Geschäftsbereiche, Regionalmanager und die Infrastruktur wird „im Dreiklang“ auf einer Ebene gesehen.

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Jain drückt Deutschland, nicht England bei Fußball-EM die Daumen

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  • Blieben tatsächlich nur fünf bis sechs globale Banken übrig, hätte die Politik nichts gelernt. Je mehr Anbieter desto mehr Marktwirtschaft haben wir und wenn die Krise eines gezeigt hat, dann, dass zu große Banken schlecht sind für die Gesamtökonomie.

  • Gebt den beiden Neuen doch eine Chance, bevor die Gehässigkeiten ausgetauscht werden! Ich halte es für vernünftig, zunächst die Strategie festzulegen und dann damit an die Öffentlichkeit zu gehen. Schließlich hat Josef Ackermann ein funktionsfähiges Haus hinterlassen, Schnellschüsse sind deshalb nicht angebracht! Doch leider wird hier schon wieder eine negative Stimmung erzeugt, die weder den Personen noch der Bank gerecht wird!

  • zu oben
    unglaublich was die Leute für grüne Antikapitalismusbrillen auf haben ,
    fast wie in Nordkorea

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