Deutsche Bank
Kein Strategieproblem, sondern keine Strategie

PremiumDie neuen Zahlen scheinen John Cryan auf den ersten Blick recht zu geben. Doch bei näherem Hinsehen verflüchtigt sich der positive Eindruck schnell. Er muss den Umbau des Geldhauses endlich vorantreiben. Ein Kommentar.

Die Deutsche Bank habe kein Strategieproblem – so lautete lange das Mantra des seit einem guten Jahr amtierenden Vorstandschefs John Cryan. Und so beschränkte sich der Brite vorwiegend darauf, die Rechtsrisiken abzuarbeiten, die Kosten zu senken und die marode IT zu modernisieren.

Die Zahlen des dritten Quartals scheinen Cryan auf den ersten Blick recht zu geben: Immerhin schaffte die Bank überraschend einen wenn auch bescheidenen Gewinn, und bei den Kosten und bei der schwachen Kapitalausstattung kam sie auch voran.

Doch bei näherem Hinsehen verflüchtigt sich schnell der positive Eindruck. Denn gegenüber den amerikanischen Wettbewerbern und auch dem europäischen Erzrivalen Barclays

 
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