Deutsche Bank
Manager verzichten auf 40 Millionen Euro Boni

Im Bonusstreit verzichten mehrere ehemalige Vorstände der Deutsche Bank offenbar auf Bonuszahlungen von zusammen knapp unter 40 Millionen Euro. Hintergrund sind die vielen Rechtsstreitigkeiten des Instituts.
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FrankfurtIm jahrelangen Bonusstreit mit ihrem früheren Arbeitgeber verzichten mehrere ehemalige Vorstände der Deutschen Bank Insidern zufolge auf Bonuszahlungen von zusammen knapp 40 Millionen Euro. Das erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag von zwei mit den Verhandlungen vertrauten Personen. Es sei zu erwarten, dass der Deal in Kürze bekannt gegeben werde. Weitere Details wurden zunächst nicht bekannt. Die Bank lehnte eine Stellungnahme ab. Das Handelsblatt hatte als erstes über die mögliche Einigung im Bonusstreit berichtet.

Das Frankfurter Institut will zehn frühere Top-Manager, darunter die ehemaligen Chefs Josef Ackermann, Anshu Jain und Jürgen Fitschen, wegen milliardenschwerer Skandale, die sie mit zu verantworten hätten, zur Kasse bitten. Der Streit dreht sich sowohl um bereits ausgezahlte als auch um zunächst einbehaltene Boni. Finanzkreisen zufolge sind auch der frühere Chefjurist Stephan Leithner, Ex-Finanzvorstand Stefan Krause, der frühere Risikochef Hugo Bänziger, Ex-Privatkundenchef Rainer Neske und das ehemalige Vorstandsmitglied Henry Ritchotte Teil der Gruppe, mit der die Bank nun eine Einigung erzielt hat. Ebenso zählt der aktuelle Risikovorstand Stuart Lewis dazu.

Die Deutsche Bank war in den vergangenen Jahren in zahlreiche Skandale verstrickt, die die mühsam erwirtschafteten Gewinne immer wieder auffraßen. Das kostete bei Kunden und Anlegern viel Vertrauen. Allein seit 2012 zahlte Deutschlands größtes Geldhaus fast 15 Milliarden Euro für die Beilegung von Rechtsstreitigkeiten. Die größten Fälle sind inzwischen abgearbeitet. Aufsichtsratschef Paul Achleitner hatte bereits auf der Hauptversammlung im Mai gesagt, dass eine Einigung im Bonus-Streit bevorsteht. Die Verhandlungen hatten sich dann allerdings noch etwas hingezogen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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