Deutsche Bank
Rekordstrafe für Ex-Mitarbeiter wegen Insiderhandels

Ein ehemaliger Mitarbeiter der Deutschen Bank ist in London zu viereinhalb Jahren Haft wegen Insiderhandels verurteilt worden. Gemeinsam mit einem Partner soll er durch die illegalen Geschäfte zehn Millionen Dollar verdient haben.

LondonEin früherer Mitarbeiter der Deutschen Bank ist in Großbritannien wegen Insiderhandels zu einer Rekordstrafe verurteilt worden. Der 44-Jährige müsse viereinhalb Jahre ins Gefängnis, teilte das zuständige Gericht in London am Donnerstag mit. Für Insiderhandel sind auf der Insel maximal sieben Jahre Haft vorgesehen. Mehr als vier Jahre wurden bislang aber noch nie verhängt.

Der Fall geht auf die weltweite Finanzkrise vor fast zehn Jahren zurück. Durch das betrügerische Vorgehen wurden laut Staatsanwaltschaft zwischen 2006 und 2010 mehr als zehn Millionen Dollar gemacht.

Neben dem Ex-Banker von Deutschlands führendem Geldhaus wurde ein 56-Jähriger zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt, der früher für die Modekette Topshop tätig war. „Das war eine grobe Verletzung des Vertrauens“, sagte Richter Jeffrey Pegden. Das Verhalten sei absichtlich unehrenhaft gewesen. Alle Angeklagten hatten hingegen die Vorwürfe bestritten. Sie gestanden zwar ein, gemeinsam gehandelt zu haben, jedoch ohne nicht öffentliche Informationen zu nutzen.

Das Urteil ist ein weiterer Erfolg der britischen Finanzaufsicht FCA. Seitdem sie vor einigen Jahren mit der Verfolgung begonnen hat, war sie in 30 Anklagen erfolgreich.

Julian Trauthig
Julian Trauthig
Handelsblatt / Deskchef Finanzen
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