Deutsche Bank und Co.
Moody's stellt halbe Bankenwelt unter Beobachtung

Die Rating-Agentur Moody's nimmt Anlauf zum Rundumschlag in der Bankenwelt. Sie droht, die Kreditwürdigkeit von über 100 Geldinstituten, darunter 17 Großbanken, herabzustufen. Auch im Visier: etliche deutsche Institute.
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New YorkDie Ratingagentur Moody's erwägt die Herabstufung der Bonitätsnote von 17 internationalen Großbanken, darunter auch der Deutschen Bank. Als Grund führte Moody's am Donnerstag erschwerte Finanzierungsbedingungen, eine stärkere Regulierung und ein generell schwierigeres Marktumfeld an.

Dabei handelt es sich vor allem um europäische Spieler wie die Deutsche Bank, die britische HSBC oder die Schweizer UBS. Aber auch mehrere bedeutende Wall-Street-Häuser sind unter den Kandidaten für eine mögliche Herabstufung des Ratings, darunter US-Branchenprimus JPMorgan Chase sowie die Schwergewichte Citigroup, Goldman Sachs und Morgan Stanley.

In Europa stehen insgesamt neun Großbanken unter der besonderen Beobachtung der Analysten, darunter auch Barclays, die Royal Bank of Scotland, BNP Paribas, Credit Agricole und Société Générale.

Für die Deutsche Bank könnte die Überprüfung der Bonitätsnote am Ende zu einer Herabstufung um zwei Noten führen, teilte Moody's weiter mit. In einer weiteren Erklärung hieß es, man erwäge eine Herabstufung der Kreditwürdigkeitsnote für 114 Banken und Finanzhäuser in 16 europäischen Ländern. Als Grund führte die Ratingagentur hier die Auswirkungen der europäischen Schuldenkrise und die sich verschlechternde Bonität der Regierungen in Europa an.

Neben der Deutschen Bank samt der Postbank hat Moody's die Commerzbank im Auge, die DekaBank, die genossenschaftlichen Spitzeninstitute DZ und WGZ, die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), die Landesbank Hessen-Thüringen sowie die Norddeutsche Landesbank. Hinzu kommen deutsche Tochtergesellschaften ausländischer Großbanken.

Die Sorgen um die Ratingsenkungen belasten den Euro: Er baut am Donnerstagmorgen die Vortagsverluste gegenüber dem Dollar weiter aus und rutscht bis auf ein Drei-Wochen-Tief. Der Dollar legte gegenüber den meisten Währungen zu, nachdem die Moody’s-Warnung die Runde machte.

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Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Deutsche Bank und Co.: Moody's stellt halbe Bankenwelt unter Beobachtung"

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  • Geringe Beobachtungsgabe.
    die Banken haben wie auch Versicherer Griechenland in ihren Büchern bereits weitestgehend abgeschrieben. Das kann also Moodys Ansinnsen nicht stützen.
    Kann der Realist sich zu den Kosten äußern, die der Steuerzahler bei einem Ausfall Griechenland gepaart mit EUR-Austritt zu zahlen hätte?
    Schon sehr platt diese realistische Einschätzung.

  • Ob es Ihnen gefällt oder nicht: Moodys liegt richtig. Die Banken stehen vor dem Griechenland-Kollaps. Unwiderruflich.

    GR kann nicht auf die Beine kommen. Weder duch Schuldenschnitt, noch sonst wie. Langsam, getrieben vom Volk, scheinen manche Politiker das zu begreifen. Deshalb eine Show, bevor dann doch geezahlt werden wird.
    Und noch in diesem Jahr beginnt die nächste Rettungsorgie.

    Moodys weis das. Vernünftige Beobachter auch schon seit Jahren!

  • Denn sie wissen nicht was sie tun...
    Hat Moody's zwischenzeitlich etwas von den 3-Jahres-Tendern gehört, die die Finanzierungsbedingungen erheblich erleichtern? Strukturreformen, die einige Länder in Europa angestossen haben sind natürlich auch nur negativ. Ein Hoch auf die Notenpresse in den Staaten denn dadurch kann dort ja nichts mehr passieren.
    Irgendwie scheint es als ob die Ratingagenturen häufig im Tiefschlaf liegen um dann mit extremem Aktionismus aufzuwachen.
    Schön wäre es, wenn auch diese Institure einmal etwas Erleuchtung erführen.....

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