Dividende in Aussicht
Commerzbank steigert ihr Ergebnis deutlich

Endlich wieder gute Nachrichten für die Aktionäre der Commerzbank: Das Geldinstitut konnte das operative Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppeln. Nun könnte sogar bald wieder eine Dividende gezahlt werden.
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FrankfurtGute Nachrichten für die gebeutelten Aktionäre der Commerzbank: Wie die Bank am Morgen mitteilte, wurden im ersten Quartal 2015 sowohl die Erträge als auch das Ergebnis deutlich gesteigert und die Kapitalquote weiter gestärkt. Das Operative Ergebnis habe sich auf 685 Millionen Euro mehr als verdoppelt (erstes Quartal 2014: 324 Millionen Euro). Darin berücksichtigt seien die Europäische Bankenabgabe in Höhe von 167 Millionen Euro sowie eine Wertkorrektur auf das Engagement bei der österreichischen Heta in Höhe von 0,2 Milliarden Euro. Die operative Performance in den Kernbanksegmenten habe maßgeblich zu dem sehr guten Ergebnis beigetragen, so das teilverstaatlichte Institut. Die negativen Belastungen seien in der Kernbank durch positive Einmaleffekte und im Nichtkerngeschäft durch positive Bewertungseffekte ausgeglichen worden.

Laut der Meldung wurde das Konzernergebnis deutlich auf 366 Millionen Euro gesteigert (erstes Quartal 2014: 200 Millionen Euro). Darin enthalten seien Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 66 Millionen Euro für die Segmente Corporates & Markets und Non-Core Assets (NCA).


„Wir sind erfolgreich in das Jahr 2015 gestartet. In allen operativen Segmenten sind wir gut unterwegs und haben die Erträge dank gestiegener Aktivitäten unserer Kunden deutlich verbessert. Das Ergebnis konnten wir im ersten Quartal mehr als verdoppeln – und das trotz der Belastungen aus der Europäischen Bankenabgabe und einer Wertkorrektur auf das Heta-Engagement“, sagte Martin Blessing, Vorstandsvorsitzender der Commerzbank. „Für das Geschäftsjahr 2015 planen wir, eine Dividende zu zahlen, und wollen dafür quartalsweise entsprechende Rückstellungen bilden. Ob es am Ende des Jahres reichen wird, müssen wir abwarten.“ Dies wäre die erste Dividende seit 2007.

In der Kernbank habe sich das Operative Ergebnis um insgesamt rund 55 Prozent auf 771 Millionen Euro deutlich verbessert (erstes Quartal 2014: 498 Millionen Euro). Diese positive Entwicklung spiegele sich auch in der operativen Eigenkapitalrendite (RoE) der Kernbank in Höhe von 15,4 Prozent wider. Die Erträge vor Risikovorsorge in der Kernbank stiegen auf 2,7 Milliarden Euro an, nach 2,2 Milliarden Euro im ersten Quartal 2014. Grund hierfür seien im Wesentlichen die hohen Kundenaktivitäten im operativen Geschäft. Dabei habe sich sowohl das Zins- und Handelsergebnis (plus 21 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro) als auch der Provisionsüberschuss (plus 10 Prozent auf 895 Millionen Euro) deutlich verbessert. Das Kreditvolumen sei in diesem Zeitraum erneut erhöht worden. Im Vergleich zum Vorjahresquartal seien die Kreditvolumina in den Segmenten Privatkunden und Mittelstandsbank angestiegen.

Auch für das Privatkundengeschäft vermeldet die Bank positive Ergebnisse: Im ersten Quartal 2015 sei mit 161 Millionen Euro ein sehr gutes Operatives Ergebnis erzielt worden, es lag um 45 Prozent über dem ersten Quartal 2014 (111 Millionen Euro). Die Erträge vor Risikovorsorge verbesserten sich trotz des rückläufigen Marktzinsniveaus auf 914 Millionen Euro, nach 873 Millionen Euro im ersten Quartal 2014. Der Zuwachs sei unter anderem auf die gesteigerten Volumina in Vermögensverwaltungsprodukten und Premium-Depots zurückzuführen. Diese wuchsen gegenüber dem Vorjahr deutlich um 16 Prozent. Damit seien die Erträge insgesamt auf den höchsten Stand seit Mitte 2011 gestiegen.

Gestützt worden sei die positive Ertragsentwicklung im Segment Privatkunden durch eine nachhaltig hohe Kundenzufriedenheit und die anhaltende Kundennachfrage. Im ersten Quartal 2015 zählte die Bank 66.000 Nettoneukunden. Weitere Stütze für das Ergebnis: die gesunkene Risikovorsorge. Sie lag mit 13 Millionen Euro rund 64 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die Verwaltungsaufwendungen beliefen sich auf 740 Millionen Euro und enthalten den Jahresbeitrag des Segments zur Europäischen Bankenabgabe in Höhe von 15 Millionen Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Handelsblatt-Finanzkorrespondentin Katharina Schneider.
Katharina Schneider
Handelsblatt / Finanzkorrespondentin

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  • Gehen Sie etwa davon aus, dass die Zahlen "geschönt" sind? Wenn sie falsch wären, dann wäre dies wohl ein Fall für zahlreiche Aufsichtsbehörden.

    Wahrscheinlich argumentieren Sie aber mit Ihren Erfahrungen aus der Vergangenheit. Aber diese Erfahrungen teilen Sie gewiss auch mit der BAFin. Dennoch gibt es zwei Unterschiede:
    1. Sie bringen Ihre Bedenken hier zum Ausdruck.
    2. Die BAFin ist Aufsichtsbehörde und unternimmt nichts.

  • WETTEN NICHT:
    " Ob es am Ende des Jahres reichen wird, müssen wir abwarten.“

  • Im Vergleich mit 1,45 Mrd. Strafzahlung 2014 wegen Geschäften mit boykottierten
    Staaten ist das Ergebnis ein Leichtgewicht.
    .. aber die Richtung stimmt!

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