Donald Trump vs Hillary Clinton
Wall Street könnte „kalte Verstaatlichung“ drohen

Harte Zeiten für große US-Banken und Hedgefonds: Die amerikanische Finanzbranche hätte weder unter einem Präsidenten Donald Trump noch unter Hillary Clinton viel zu lachen. Ein Stimmungsbild.
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New YorkJeff Gundlach ist mit seinem Hedgefonds Double-Line nicht nur ein bekannter Investor, sondern auch bekannt für seine scharfe Zunge. Mit Genuss hat er daher kürzlich die gescheiterten republikanischen Präsidentschaftskandidaten mit Spott übergossen. Doch auch die wahrscheinliche demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton kommt nicht gut weg. Er vergleicht sie – auch wenig schmeichelhaft – mit Richard Nixon. Die Begründung: Beide würden es nicht so genau mit gesetzlichen Regelungen halten.

Zu Clintons wahrscheinlichem Rivalen um das höchste Amt der USA, Donald Trump, fällt ihm noch mehr ein. „Früher habe ich gelernt, es gibt die Republikaner, rechts davon die Konservativen und rechts davon die Reaktionären“, sagt er. „Ich halte Trump für reaktionär“.

Clinton oder Trump? Investoren und Banker fragen sich, was nach der Präsidentschaftswahl im November auf sie zukommen wird. Gemessen an ihren reichlichen Spendengeldern hofft die Mehrheit der Finanzwelt ganz klar auf Clinton. Denn die Finanzmanager erwarten von ihr mehr Verständnis für ihre Branche – sogar mehr als von Barack Obama, der sich in der Finanzbranche im Laufe der Jahre immer unbeliebter gemacht hat. Aber sicher vor neuen Auflagen und Angriffen kann die Wall Street sich bei der ehemaligen US-Außenministerin nicht fühlen.

Karen Petrou von Federal Financial Analytics warnt, dass beide möglichen US-Präsidenten sich auf die großen Geldhäuser stürzen werden, sobald sie „den Eindruck haben, dass das nötig sei, um eine Wählerschaft zu beruhigen, die Banker-Blut sehen will“. Sie geht in ihren Spekulationen, was passieren könnte, sehr weit. Donald Trump traut die Analystin zu, sich dem Konzept des „Narrow Banking“ zu verschreiben, bei dem Banken auf Kredit- und Einlagengeschäft und extreme Reservehaltung eingeschränkt und verpflichtet werden. Clinton wird ihrer Meinung nach im Wahlkampf nach links abdriften und die Banken mit so viel Regulierung überziehen, dass es einer kalten Verstaatlichung gleich komme.

Brian Gardner, der Washington-Beobachter vom Analysehaus KBW, das auf die Finanzbranche spezialisiert ist, geht das Thema zurückhaltender an. Trump hält er für schwer einschätzbar. Er habe sich zwar gegen das „Dodd-Frank-Gesetz“ genannte Regulierungspaket positioniert, aber ohne in die Details zu gehen“, sagt Gardner. „Trump hat auch gegen [die gesetzliche Gesundheitsversorgung] 'Obamacare' geredet, aber dann wieder wesentliche Punkte dieses Gesetzes verteidigt.“ Die Schlussfolgerung des Experten: Wahrscheinlich wird Trump Dodd-Frank, also die umfangreiche Regulierung der Banken nach der Finanzkrise, nicht antasten. „Er hat ohnehin andere Prioritäten, etwa die Immigration“, sagt Gardner.

Zur Notenbank (Fed) habe sich Trump zudem nur konfus geäußert. Er deutete an, dass Janet Yellen, deren Chefin, ablösen will. Andererseits steht Yellen für niedrige Zinsen und Trump kann nach Einschätzung von Gardner sehr gut damit leben.

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  • "Bei Banken rettet der Steuerzahler ihre Größe."

    Trennbankensystem wieder einführen und zur Abwechslung mal nicht mehr den Steuerzahler für fremde Schulden haften lassen, sondern die Gläubiger. Wer Insolvenzen abschafft bereitet den Nährboden für eine richtig tolle Währungsreform.

  • Wenn die Wall Street kalt verstaatlicht wird, dann wackelt der Schwanz mit dem Hund. Wer soll das glauben?

  • Sehen Sie HBO

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    Gut das diese Kommentarfunktion offen ist.

    Marc ist natürlich schon da, fehlt noch Ralph usw.

    Bitte lassen Sie überall Kommentarfunktionen offen.

    Denn das mehrmals,tägliche suchen nach solchen Möglichkeiten nervt ein bißchen.

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