Ex-BayernLB-Vorstand
Staatsanwalt lässt Gribkowsky-Urteil prüfen

Nach der Verteidigung des ehemaligen BayernLB-Vorstands Gribkowsky hat jetzt auch die Staatsanwaltschaft Revision angekündigt.
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MünchenNeben der Verteidigung will auch die Anklage das Urteil gegen den ehemaligen BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky vom Bundesgerichtshof überprüfen lassen. Die Staatsanwaltschaft München sei ebenfalls in Revision gegangen, teilte die Münchner Justizpressestelle am Donnerstag mit. Zuvor hatten bereits Gribkowskys Anwälte erklärt, Rechtsmittel gegen die Verurteilung ihres Mandanten zu achteinhalb Jahren Haft eingelegt zu haben.

Das Landgericht München hatte den früheren Top-Manager vor einer Woche wegen Bestechlichkeit, Steuerhinterziehung und Untreue schuldig gesprochen. Gribkowsky hatte gestanden, beim Verkauf der Formel-1-Rechte der Landesbank vom Chef der Rennserie, Bernie Ecclestone, 44 Millionen Dollar Bestechungsgeld kassiert zu haben.

Das Landgericht hat 15 Wochen Zeit, das Urteil zu begründen. Wenn den Prozessparteien die Begründung vorliegt, bleibt ihnen nochmals ein Monat Zeit, um die Revision zu begründen. Erst danach wird darüber entschieden.

Das Ermittlungsverfahren gegen Ecclestone wegen des Verdachts der Bestechung zieht sich damit in die Länge. Denn die Staatsanwaltschaft München will dabei Gribkowsky als Zeugen vernehmen. Dies wird jedoch erst nach einem rechtskräftigen Urteil geschehen, da sich der Ex-Landesbanker sonst selbst belasten müsste.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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