Finanzbranche
Royal Bank Scotland prophezeit Staatsausstieg

Die Royal Bank of Scotland will sich aus der Hand des Staates befreien - und das so schnell wie möglich. Wobei das Finanzinstitut nun zumindest eine Vorstellung hat, wann das sein könnte.
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WuxiDie Royal Bank of Scotland (RBS) hofft, sich im kommenden Jahr aus den Fittichen des Staates zu befreien. Man gehe davon aus, dass Großbritannien seinen Anteil von 83 Prozent an der RBS 2012 veräußern werde, sagte der Chef der Bank für den asiatisch-pazifischen Raum, John McCormick, am Montag anlässlich der Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens in China. Der Zeitpunkt des Verkaufs der Beteiligung dürfte von der Entwicklung des Aktienkurses abhängen.

Die Bank war im Oktober 2008 mit dem Geld der britischen Steuerzahler vor dem Kollaps gerettet worden. Das Institut wurde hart von der Kreditkrise getroffen und hatte sich zudem mit der Übernahme von Teilen der niederländischen Bank ABN Amro verhoben. In einem Medienbericht hatte es Anfang Mai geheißen, der Staat könnte sich im ersten Halbjahr 2012 zurückziehen. Sein Anteil solle an institutionelle Investoren und Staatsfonds aus Asien veräußert werden.

In den kommenden Jahren will die Bank vor allem in Asien wachsen. Deswegen hat RBS wie bereits zuvor andere europäische und amerikanische Konkurrenten ein Joint-Venture mit seinem chinesischen Partner Guolian Securities gegründet. McCormick rechnet nach eigenen Angaben damit, dass in den nächsten fünf Jahren rund ein Fünftel der Einnahmen im globalen Firmenkundengeschäft und Investmentbanking aus Asien kommen. Derzeit seien es etwa 14 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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