Flüchtlingskrise
Europäische Investitionsbank plant Kredite für Flüchtlingsheime

Die Flüchtlingskrise wird Europa nach Schätzung der EIB noch viele Milliarden Euro kosten. Die Bank will sich daher an der Finanzierung von Wohnungen und Schulen beteiligen. Verdient werden soll mit den Krediten nichts.

BerlinDie Europäische Investitionsbank (EIB) möchte sich an der Finanzierung von Wohnungen und Schulen für Flüchtlinge beteiligen. „Wir erleben die größte Veränderung der politischen Landschaft seit dem Fall des Eisernen Vorhangs“, sagte EIB-Chef Werner Hoyer der „Welt“.

In der Europäischen Union gebe es in den kommenden zwei bis drei Jahren einen zusätzlichen Finanzierungsbedarf von vielen Milliarden Euro, um Flüchtlinge aufzunehmen und zu integrieren. Eine Bank mit einem öffentlichen Auftrag müsse bereit sein sich zu engagieren. Den entsprechenden Vorschlag will Hoyer den in Luxemburg tagenden EU-Finanzministern am Freitag unterbreiten.

Der Effekt der EU-Finanzhilfen könne durch die EIB-Kredite erhöht werden, sagte Hoyer der Zeitung weiter. „Wir können die Wirkung der Mittel, die die Europäische Kommission aus dem EU-Haushalt gewährt, mit unseren Krediten vervielfachen.“ An den Krediten für die Flüchtlingshilfe will die EIB nichts verdienen.

„Es ist nicht unsere Aufgabe, an den Krediten zu verdienen, die wir in Notsituationen auf den Weg bringen.“ Die Bank sei sehr flexibel, wenn es darum gehe, bei Naturkatastrophen einzugreifen. „Das sollte auch bei humanitären Notlagen gelten.“

Am Sonntag erst hatte die staatliche deutsche Förderbank KfW zinslose Kredite für Städte und Gemeinden zur Modernisierung und den Kauf von Flüchtlingsunterkünften angekündigt. Sie legt dafür 300 Millionen Euro auf, die noch aufgestockt werden können.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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