Franken-Freigabe
Schweizer Schock trifft immer mehr Banken

Nicht nur Schweizer Banken sind vom abrupten Ende der Franken-Deckelung betroffen. Immer mehr Institute in ganz Europa warnen vor Auswirkungen auf ihre Gewinne – zuletzt die dänische Saxo Bank.
  • 22

Die Liste der europäischen Banken, die von dem abrupten Ende der Franken-Deckelung betroffen sind, wird immer länger. Mittlerweile haben auch die Schweizer Credit Suisse und die dänische Saxo Bank gewarnt, dass ihre Gewinne beeinträchtigt werden könnten

Credit Suisse, die zweitgrößte Schweizer Bank, signalisierte am Montag, die Wechselkursveränderungen könnten den Gewinn belasten, abhängig von den Gegenmaßnahmen des Managements. Bislang hätte sich die Volatilität nicht wesentlich auf die Kapitalquoten ausgewirkt, hieß es aus Zürich.

Nach Einschätzung von Andreas Venditti, Analyst bei Vontobel Securities in Zürich, „werden die Ergebnisse der Schweizer Banken deutlich niedriger ausfallen“. Die Auswirkungen würden davon abhängen, wie schnell die Firmen reagieren können und wie tiefgreifend ihre Maßnahmen sein werden, ergänzte er. „Die ganze Sache ist noch nicht vorbei“.

Die Saxo Bank in Kopenhagen erklärte, sie werde wahrscheinlich Verluste verzeichnen, da einige Kunden nicht über ausreichende Sicherheiten verfügten, um ihre Verluste aus dem Franken-Handel abzudecken. Selbst wenn die Verluste uneinbringlich wären, sei die Saxo Bank aber in der Lage, ihre Kapitalanforderungen zu erfüllen, hieß es weiter.

Seite 1:

Schweizer Schock trifft immer mehr Banken

Seite 2:

Britischer Broker musste aufgeben

Kommentare zu " Franken-Freigabe: Schweizer Schock trifft immer mehr Banken"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • @ Wilhelm:

    Die indirekten Risiken sind viel bedeutender als jedes Sfr.-Engagement.

    Also muß keine Bank irgendetwas getan haben - sie könnte dennoch aus dem Sfr.-Grunde pleite gehen.

    Man nennt das systemisch, wenn Banken mit anderen Banken ständig Geschäfte irgendwelcher Art machen - dann aber durch irgendein Ereignis die gegenseitigen Geschäfte gestört werden.

    Also kann bie A-Bank an die B-Bank nicht ihre Schulden zahlen, weil sie von einer C-Bank kein Geld mehr bekommt, weil diese am Sfr-Geschäft Insolvenz wurde.

    Nun bitte verlängern sie das ganze Alphabet durch die Bankenkette.
    Das wäre so ähnlich wie der Zacken der Kreissäge, welcher sie ritzt- Sie wissen nie, welcher es wirklich war.

  • ...meine paar Kröten an Zinsen werde wegen
    der europäischen Entschuldungspolitik des Draghioso seit Jahren abgewertet!!! Dem nicht genug: rechnet man die Inflation mit ein, wird meine Altersvorsorge defacto immer weniger werden.
    Ich hoffe daß die "Märkte" auch mal wieder zu meinen Gunsten arbeiten. Ich gehöre nämlich zu den millionen von
    Klein-und Mittelsparern und würde mir für meine evt.
    Erträge auch was schönes kaufen.(Konjunktur, Steuern)
    Vielleicht kann ich ja als Wähler etwas bewirken(!?)

  • "dass die SNB ewig die 1,20 CHF-Grenze pro Euro verteidigt."

    Nicht "ewig", sondern so lange, wie die Euro-Krise akut ist. Die Krise ist nicht vorbei: Draghi möchte den Euro noch mal nach unten drücken. Eine Notenbank darf nichts garantieren, was sie nicht halten kann. Draghi wird das schmerzlich lernen, wenn seine Medizin sich entgültig als nutzlos erweist. Kann er die Inflation nicht innerhalb kürzester Zeit heben, hat er ein massives Glaubwürdigkeitsproblem.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%