Fünf Milliarden Euro
Britische Regierung verkauft Lloyds-Anteil

Stück für Stück zieht sich die britische Regierung aus dem Geldhaus Lloyds zurück. Am Mittwoch verkaufte sie einen weiteren Anteil an der Bank – für fünf Milliarden Euro. Weitere Veräußerungen könnten folgen.
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Der britische Staat hat weitere Anteile an der Großbank Lloyds Banking Group (LBG) verkauft und damit Milliarden eingenommen. Es seien LBG-Aktien für 4,2 Milliarden Pfund (fünf Milliarden Euro) verkauft worden, teilte Finanzminister George Osborne am Mittwoch mit. Damit trennte sich der Staat von 7,8 Prozent der Anteile und hält jetzt noch 24,9 Prozent an der Bank. Das eingenommene Geld fließe in die Reduzierung der Staatsschulden, erklärte Osborne.

Großbritannien hatte die LBG im Jahr 2008 auf dem Höhepunkt der Finanzkrise mit 20 Milliarden Pfund gerettet. Danach gehörte die Großbank zu fast 39 Prozent dem Staat. Im September 2013 verkaufte die Regierung erstmals einen Anteil von sechs Prozent und nahm damit 3,21 Milliarden Pfund ein.

Neben der LBG hatte London 2008 auch die Royal Bank of Scotland (RBS) vor der Pleite bewahrt. An dieser Großbank hält der Staat weiterhin rund 80 Prozent. Wann die Regierung ihre RBS-Anteile wieder veräußern wird, ist offen.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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